Vorschau 2014: Joe Gibbs Racing

0
143

Team für Team arbeiten wir uns durch die Sprint Cup Garage und werfen ein Blick auf die kommende Saison. Was hat sich verändert und welche Aussichten hat das Team? Heute: Joe Gibbs Racing.

Eine weitere starke Saison, eine weitere Saison ohne Titel. So lautet die Bilanz von Joe Gibbs Racing nun schon etwas länger und dieses Jahr soll der Knoten endlich wieder platzen. Nach dem starken Run von Matt Kenseth und Kyle Busch sowie den Comeback-Sieg von Denny Hamlin aus dem letzten Jahr, steht das Toyota Team in den Startlöchern um die Mission „Championship“ anzugehen. Die Chancen sind vermutlich so groß wie noch nie.

#11 Denny Hamlin

Was waren das nur für Saisons in den letzten Jahren für Denny Hamlin. Vor vier Jahren verlor er in einem sehenswerten Titelkampf gegen Jimmie Johnson den Sprint Cup, um 2011 dann den so oft in der NASCAR beobachteten Vize-Fluch zu erleben. Auch 2012 sollten sich die Leistungen nur ein wenig verbessern, um dann in 2013 einige Rennen verletzt aus zu fallen und dem Feld hinterher zu fahren. Doch der Sieg aus Homestead-Miami im vergangenen November soll das Comeback des Denny Hamlins einläuten, den wir von 2010 kennen – nur noch in besser.

Denny Hamlin ist auf alle Fälle ein Mann für die Meisterschaft, doch um diesen Coup zu schaffen, muss das Team und er nun absofort fehlerlos arbeiten und sich aus den kleinen Privatfehden alá Joey Logano raushalten. Der Speed ist im Gibbs Toyota auf jeden Fall vorhanden und seine zwei anderen starken Teamkollegen werden ihn pushen. Bühne frei, für eine starke Saison von Denny Hamlin!

#18 Kyle Busch

Der Kyle Busch vom letzten Jahr, war der beste Kyle Busch den man je gesehen hat. Er fuhr zwar, wie es für ein Busch normal ist, agressiv aber dennoch überlegt und so ruhig wie möglich (sieht man mal von den Zwischenfällen mit Kasey Kahne ab). Diese charakterliche Änderung auf der Strecke hat sich ausgezahlt: Mit phänomenalen 22 Top 10’s, 16 Top 5’s und vier Siegen wäre er vermutlich in den letzten Jahren Champion geworden, wenn es nicht diesen Jimmie Johnson gäbe. Auf jeden Fall war dies seine beste Sprint Cup Saison die er je fuhr und wenn er an diese Leistung in diesem Jahr anknüpft, dann darf sich die Konkurrenz warm anziehen.

Doch es muss sich im Chase noch ein wenig tun: Mit Kansas und Martinsville sind zwei Strecken dabei, die ihm noch nie bzw. in Martinsville nur manchmal liegen. Zwar kann man hier durchwachsene Ergebnisse mit einem Sieg auf den anderen Strecken (aufgrund der Regeländerungen im Chase) kompensieren, aber dennoch: Besonders in Kansas sollte das Team an einem Werktag einen Stopp einlegen und ordentlich testen. Dies sind nämlich die Feinheiten, die zwischen Sieg oder Niederlage am Ende der Saison entscheiden.

#20 Matt Kenseth

Hätte mir jemand gesagt, dass Matt Kenseth gleich in seiner ersten Saison mit Joe Gibbs Racing um den Titel fahren wird, den hätte ich vermutlich für verrückt erklärt. Und da wär ich mit Sicherheit nicht der einzige gewesen. Doch so kam es und ist nun Fahrern wie Ryan Newman oder Kevin Harvick ein gutes Beispiel, warum ein Teamwechsel manchmal Flügel verleihen kann.

11535708984_23ccaf4771_o
(c) Luca Gambassa

Dieses Jahr gilt es für Kenseth, den Schwung mitzunehmen und sich nicht vom Vize-Fluch einholen zu lassen, wie es seine Vorgänger Hamlin, Edwards, Keselowski und sogar Bowyer (gut, vielleicht ist er selber der Magier, schließlich drehen sich bei ihm ja auch einfach so die Autos in Richmond). Doch Spaß beiseite: Das letzte Jahr hat gezeigt, das man sich keine Fehler leisten kann. Sowohl auf der Strecke wie auch in der Box und letzteres hat vermutlich die Meisterschaft von Kenseth kaputt gemacht. Diese Fehler sind diese Saison zu beheben und wenn man dies schafft, steht einer weiteren guten Saison eigentlich nichts im Wege.

Alles in allem denke ich, dass sich Joe Gibbs Racing auch dieses Jahr wieder mit Hendrick Motorsports um den Platz an der Sonne streiten wird. Man hat drei hervorragende Fahrer, sehr gutes Equipment und jede Menge Erfahrung im Team – insbesondere mit Crew Chiefs wie Dave Rogers (Kyle Busch) oder Darian Grubb (Denny Hamlin). Man darf gespannt, ob JGR dieses Jahr tatsächlich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder eine Meisterschaft feiern darf (letztens 2005 mit Tony Stewart)…

 

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.