Vorschau 2014: Richard Childress Racing

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Team für Team arbeiten wir uns durch die Sprint Cup Garage und werfen ein Blick auf die kommende Saison. Was hat sich verändert und welche Aussichten hat das Team? Heute: Richard Childress Racing.

Mit großen Hoffnungen und Erwartungen wird das Traditionsteam Richard Childress Racing in diese Saison gehen und einmal mehr versuchen, die mittlerweile 20-jährige Sieglosigkeit in Form von Meisterschaften zu beenden – die letzte stammt von Dale Earnhardt Senior aus dem Jahre 1994. Mit dem Abgang von Kevin Harvick entsteht allerdings nun erstmal eine große Lücke. Der Topfahrer fährt nun für Stewart Haas Racing und mit Paul Menard, Ryan Newman und Austin Dillon hat man zumindest in diesem Jahr noch kein Meisterschaftskaliber in den eigenen Reihen.

Ziel für dieses Jahr wird sicherlich erstmal sein, sich an die Veränderungen im gesamten Team zu gewöhnen und eine gewisse Chemie in den Alltag zu bringen. Newman und Menard können den Sprint Cup Rookie Austin Dillon sicherlich einige wertvolle Tipps geben und Dillon selber wird mit seinen 24 Jahren frischen Wind in die RCR Garage bringen. Die Chase Qualifizierung sollte für alle drei Fahrer erstmal das Ziel sein, ob man sich dann für die weiteren Runden qualifizieren kann muss man abwarten.

#3 Austin Dillon

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Zwei Hauptsponsoren hat Dillon. Einmal Dow…. – (c) Luca Gambassa

Die #3 ist also im Sprint Cup zurück. Dieses Thema wurde in der kurzen Off-Season viel diskutiert (=>“ ‚Darf‘ die Nummer 3 wieder in den Sprint Cup?„) und es wird uns auch das gesamte Jahr lang begleiten – was nicht unbedingt negativ gemeint ist. Doch eins steht fest und dies kann niemand leugnen: Die Nummer wird Austin Dillon belasten in Form von Druck der Medien und den vielen Fans vor Ort an der Strecke. Er fährt eine Nummer einer Legende, eine Nummer die sieben Meisterschaften gewann. Es liegt einzig und allein an Austin Dillon, wie er mit diesem Druck umgehen wird. Kann er den Druck von Außen in zusätzliche Motivation umwandeln, dann ist es gut. Doch die Nummer kann ihn auch automatisch kaputt machen und selbst Kevin Harvick meint, dass er diesen Druck, Dale Earnhardt’s Erbe zu fahren, bis heute noch gespürt hat.

Doch dies ist natürlich nicht alles, schließlich ist es das erste volle Sprint Cup Jahr für Austin Dillon und es ist Zeit sich zu beweisen und den „Rookie of the Year“-Award gegen Fahrer wie Kyle Larson, Justin Allgaier, Parker Kligerman, Ryan Truex und weiteren für sich zu entscheiden. Ansonsten heißt es dieses Jahr erstmal Erfahrung zu sammeln und so viel wie möglich auf und außerhalb der Strecke zu lernen.

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…und Cheerios! – (c) Luca Gambassa

Doch hier kommt ein großes „allerdings“: Dillon zeigte sich auf den Superspeedways im letzten Jahr enorm stark und auch während dem diesjährigen Preseason Thunder auf dem Daytona International Speedway bestätigte er diese Eindrücke. Vielleicht beginnt die Saison 2014 mit einem Paukenschlag seinerseits, wenn er das Daytona 500 gewinnt und somit als erster Fahrer sicher im Chase gesetzt ist. Die Chance dafür steht natürlich 1:43, doch ich bin mir sicher das Dillon einen Sieg in diesem Jahr feiern darf.

Doch eins steht, neben all den „wenn, könnte, dann“, auf jeden Fall fest: Der Truck Series und zweimalige Nationwide Series Champion hat sich das Cockpit verdient und es wird interessant sein, ihn über das Jahr hinweg zu beobachten.

#27 Paul Menard

Ja, auch Paul Menard gibt es noch. Der wohl unscheinbarste Fahrer im NASCAR Sprint Cup wird auch dieses Jahr wieder für Richard Childress Racing mit Hauptsponsor „Menards“ (das Unternehmen seines Vaters) antreten. Nach einem sehr gelungen Start in die 2013er Saison, flachte seine Leistung im Verlaufe des Jahres allerdings wieder ab und zum Ende des Jahres fiel er zurück auf den 17. Platz im Gesamtergebnis – 2012 war es der 16., 2011 ebenfalls der 17.

Es wird langsam Zeit für ihn und seinem Crew Chief Richard Labbe das gewisse „etwas“ zu finden und einen Schritt nach vorn zu machen, anstatt Jahr für Jahr auf der Stelle stehen zu bleiben. Paul Menard muss lernen, mehr aus seinem Wagen rauszuholen und eventuell mehr zu riskieren. Er ist ein Fahrer, der unscheinbar sein Rennen fährt, die Position einnimmt die sein Wagen ungefähr hergibt und sich am Ende des Tages umzieht und Feierabend hat; so kommt es mir jedenfalls vor.

Deswegen wird auch die Chase Qualifizierung sehr, sehr schwierig für das #27 Team, denn sein letzter und einziger Sieg stammt aus der Saison 2011, als Menard in einem spannenden Rennen das Brickyard 400 für sich entscheiden durfte – sein bisher größter Erfolg in der NASCAR. Ich persönlich sehe ihn jedenfalls nicht im Chase.

#31 Ryan Newman

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Caterpillar, das Erbe von Jeff Burton. – (c) Luca Gambassa

Ein weiterer neuer Fahrer, der Jeff Burton ersetzen wird. Nachdem Kurt Busch ihn von Stewart Haas Racing „verdrängt“ hat, wird Ryan Newman erstmals seit fünf Jahren wieder in einem neuen Team und mit einer neuen Nummer fahren. Auch wenn man natürlich jedem Fahrer wünscht bei einem Team so lange wie möglich zu fahren wünscht, glaube ich, dass ihm dieser unfreiwilliger Team-Wechsel gut tun wird. Bei einem neuen Team kommt natürlich automatisch neue Motivation auf, sich zu beweisen. Und genau das ist meiner Meinung nach genau das richtige für den gelernten Maschinenbauer.

Auch für Richard Childress Racing wird Ryan Newman gut tun. Schon bei SHR war Newman ein großer Faktor für den Erfolg bei dem

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Neues Quicken Loans Paint Schemes. – (c) Luca Gambassa

doch noch recht jungen Team von seinem Freund Tony Stewart. Vielleicht kann er noch ein paar Erfahrungen und Ideen in den Teambesprechungen miteinbringen.

Anders als bei SHR muss er sich dieses Jahr auch keine Sorgen um fehlende Sponsoren machen, denn mit Caterpillar, Quicken Loans und Wix Filters sind insgesamt 36 von 36 Rennen gedeckt – ein absoluter Traum in der heutigen Zeit. Mal sehen wie sich Newman schlagen wird!

 

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