Vorschau 2014: Hendrick Motorsports

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Team für Team arbeiten wir uns durch die Sprint Cup Garage und werfen ein Blick auf die kommende Saison. Was hat sich verändert und welche Aussichten hat das Team? Heute: Hendrick Motorsports.

Hendrick Motorsports ist und bleibt das Powerhaus, die New York Yankees oder in Fußball Sprache ausgedrückt: Der FCB Bayern München der NASCAR. Nach zwei Jahren Titel Abstinenz konnte sich Jimmie Johnson 2013 seinen sechsten Sprint Cup Titel sichern und somit den insgesamt elften Sprint Cup Titel für Rick Hendrick und seinem Team, absoluter Rekord in der NASCAR. Auch wenn Kasey Kahne die Saison nur auf einem enttäuschenden zwölften Platz beendete, können alle einzelnen HMS Teams stolz sein, schließlich schaffte man es, alle vier Wagen in den so hart umkämpften Chase zu bringen – ein Ziel was man allerdings auch 2014 erreichen muss. Als zweitbester HMS Pilot darf sich endlich auch mal Dale Earnhardt Jr. ausweisen, der einen sehr starken Chase auf den Asphalt zauberte und nur seine Siegallergie ihn von einem Eingreifen in das Titelgeschehen abhielt. Auch Jeff Gordon legte nach langer Zeit mal wieder einen relativ guten Chase hin und durch den Sieg in Martinsville war das Geschrei nach „Drive for Five“ wieder groß, auch wenn es letztendlich wieder nichts werden sollte. Doch 2013 sollte für alle vier Fahrer einige positive Erfahrungen parat gehabt haben und die Motivation, sich dieses Jahr noch einmal zu verbessern.

#5 – Kasey Kahne

Für Kasey Kahne wird sich auch 2014 nicht vieles ändern. Sein langjähriger Crew Chief Kenny Francis, der ihn schon seit 2006 betreut, bleibt Kahne erhalten und auch sonst sind in der Crew nicht viele Änderungen zu erwarten. Der größte Verlust wird sicherlich in Form von Keith Rodden, Ingenieur für das #5 Team seit 2012, zu nennen sein der in Richtung Earnhardt / Ganassi Racing abwandert und der neue Crew Chief von Jamie McMurray wird. Ob man allerdings einen Performance Verlust merken wird bezweifle ich stark, schließlich weiß Teamchef Rick Hendrick wie man solche Änderungen kompensiert.

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Die #5 im neuen blauen Farbton. (c) Lucas Gambossa

Auch auf der Sponsorenebene ändert sich so gut wie gar nichts. Die Versicherung ‚Farmers Insurance‘ bleibt als Hauptsponsor dem Chevrolet SS mit der Nummer 5 für 22 Rennen erhalten und Great Clips, Time Warner Cable sowie Pepsi Max sponsern die übrigen Rennen. Lediglich Quaker State wird man vergeblich suchen, da Hendrick Motorsports eine Kooperation mit Valvoline, ebenfalls eine Motorenöl-Firma, eingegangen ist.

Doch die große Preisfrage ist: Wo endet Kasey Kahne am Ende seiner dritten Hendrick Motorsports Saison? Die größte Schwäche ist und bleibt einfach die Konstanz, wie schon all die Jahre zuvor. 2013 verlor man viel zu viele Rennen und schaffte es nicht mit einem Top 15 Wagen in die Top 10 zu kommen, wie es ein Jimmie Johnson oder ein Matt Kenseth taten. Natürlich spielte auch jede Menge Pech eine Rolle, doch manchmal muss man sein Glück einfach erzwingen. Das Kasey Kahne gemeinsam mit Kenny Francis ein sehr starkes Dou bildet, sollte jedem klar sein, doch wenn man die schwankenden Leistungen nicht in Griff bekommt, dann wird es nichts mit einer Meisterschaft. Das Potenzial dazu ist allerdings auf jeden Fall vorhanden.

#24 – Jeff Gordon

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Wenig Änderungen am Paint Scheme von JG. (c) Lucas Gambossa

Ähnlich wie bei seinem Teamkollegen Kasey Kahne, mit dem er sich auch einen Shop teilt, wird sich bei Jeff Gordon nicht sehr viel ändern. Das Vertrauen liegt wie die letzten zwei Jahre bei Alan Gustafson als Crew Chief und auch sonst sind keine großen Änderungen bekannt. Hauptsponsor, mit 22 Rennen, wird nach wie vor ‚Drive For End Hunger‘ sein, während ‚Axalta‘ (ehemals DuPont) und ‚Pepsi‘ für die restlichen Rennen Geld fließen lassen.

Wie wohl jeder Fan, frage auch ich mich, wie viel noch in Jeff Gordon drin steckt. 2013 war ein gutes Jahr, trotz dem vielen Pech während der Saison, besonders der Chase mit dem Sieg in Martinsville. Doch reicht es tatsächlich noch für einen weiteren Meisterschaftstitel? Die Zeit rennt auf jeden Fall weg und ähnlich wie bei Kahne muss Gordon seine Konstanz deutlich steigern und mehr Rennen gewinnen. Das Material wird höchstwahrscheinlich auch nächstes Jahr das beste sein und von der fahrerischen Seite gibt es auch nicht viel zu meckern. Lediglich seine Aggressivität könnte er seinen jungen Jahren nacheifern, denn die vermisste man in einigen Zweikämpfen im letzten Jahr – meiner Meinung nach.

#48 – Jimmie Johnson

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Gewohnte Farben bei dem Champion. – (c) Lucas Gambossa

„The Champ is here“ – Auch dieses Jahr ist Jimmie Johnson natürlich bei Hendrick Motorsports und die Jagd nach dem siebten Titel beginnt am 23. Februar 2014. Ein weiterer Titel würde ihn auf die gleiche Stufe mit den Legenden namens Richard Petty und Dale Earnhardt Senior stellen und wer bitte kann das Dream Team rund um Johnson und Chad Knaus aufhalten?

Nach der dominanten letzten Saison bleibt natürlich alles beim Alten. Chad Knaus wird weiterhin als Crew Chief interagieren, während der finanzkräftige Sponsor ‚Lowes‘ die komplette Saison zahlt und die #48 von Jimmie Johnson ziert.

#88 – Dale Earnhardt Junior

Zu guter letzt natürlich noch Dale Earnhardt Jr. der im letzten Jahr einen tollen und konstanten Chase gefahren ist. Die fünf P2 Ergebnisse über die Saison verteilt verraten einem natürlich, wie nah dieses Team an Rennsiegen ist. Doch es fehlte wie schon in den letzten Jahren der letzte Wille, um in die Victory Lane einzuziehen. Vielleicht klappt es ja in diesem Jahr und sollte man die konstanten Ergebnisse beibehalten und sie durch zwei, drei Siege versüßen steht einem Titelrun eigentlich nichts im Wege.

Um dies wahr zu machen, bleibt auch die #88 von Veränderungen innerhalb des Teams verschont. Steve Letarte, der als großer

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Neuer Look für Dale Earnhardt Jr. 2014 – (c) Lucas Gambossa

Motivationskünstler gilt, hat es geschafft Dale Earnhardt Jr. besonders psychisch wieder auf ein Top Niveau zu bringen und auch das restliche Team hat er gut geformt. Dies ist nun das vierte gemeinsame Jahr und in den letzten beiden Saisons konnte man immer eine bessere Performance sehen. Was also darf man in diesem Jahr erwarten? Man darf gespannt sein!

Auch bei den Sponsoren sieht alles relativ rosig aus. ‚The National Guard‘ hat ein paar Rennen aufgestockt und wird weiterhin als Haupstsponsor von „Junior“ präsent sein. Erstmals dabei sein wird die Autoteile-Kette ‚JEGS‘ die Motorhaube von dem populärsten Piloten im NASCAR Sprint Cup zieren. Wie viele Rennen das sein werden, ist allerdings immer noch unbekannt.

 

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