Vorschau 2014: JTG Daugherty Racing

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Team für Team arbeiten wir uns durch die Sprint Cup Garage und werfen ein Blick auf die kommende Saison. Was hat sich verändert und welche Aussichten hat das Team? Heute: JTG Daugherty Racing.

Das seit 2008 bestehende Team namens JTG Daugherty Racing hatte im letzten Jahr einmal mehr eine sehr durchwachsene Performance, im Hinblick auf deren Möglichkeiten und der mittlerweile vorhandenen Erfahrung im NASCAR Sprint Cup. Doch die Saison hatte auch was positives für das Team mit der Startnummer #47: Sie haben die vermutlich richtigen Schritte eingeleitet, die zur so sehnlichst erwarteten Kehrtwende führen könnten.

Ende des Sommers vom letzten Jahr entschieden sich die beiden Owner, die Geschickter Familie und Brad Daugherty (ehemaliger Football Trainer und ESPN NASCAR Experte), den langjährigen Fahrer Bobby Labonte eine „Pause zu gönnen“ und einen neuen Mann ans Steuer zu lassen, um neue Erfahrungen und vor allem eine neue Meinung einzuholen, was denn im Team schief geht. Dieser Fahrer war AJ Allmendinger, der ein Jahr zuvor bei Penske Racing entlassen worden ist aufgrund eines Verstoßes gegen die Richtlinien der NASCAR (wir berichteten => „AJ Allmendinger entlassen„). Zu allen Überfluss verletzte sich Bobby Labonte dann auch noch beim freizeitlichen Radfahren und so durfte „Dinger“ ein paar mal mehr ins Steuer der #47 greifen – mit deutlichen Erfolg. Während der Sprint Cup Champion aus dem Jahre 2000, Bobby Labonte, in seinen 27 Rennen ein Ergebnisdurchschnitt von 28,9 hatte, senkte Allmendinger diesen auf 20,3 (9 Rennen). Ein achtbares Ergebnis, was die Verantwortlichen von JTG Daugherty Racing überzeugte AJ Allmendinger als Vollzeitpiloten bis einschließlich 2016 einzustellen. Dies ist zwar hart für Bobby Labonte, doch so ist das Sprint Cup Geschäft eben. Für AJ Allmendinger dürfte dies die letzte Chance sein, doch noch Fuß in der NASCAR zu fassen und das weiß er.

Eine weitere Veränderung findet mitten in der Garage statt: Der Toyota Camry wird sich 2014 in einen Chevrolet SS umwandeln und somit geht JTG Daugherty Racing dem Chevy Trend nach; mit gutem Grund, schließlich ist es Chevrolet, die den Sprint Cup in den letzten Jahren überlegen dominieren. Zusätzlich geht man eine Kooperation mit Chevrolet Team Richard Childress Racing ein. Im Detail bedeutet dies, dass man die Motoren von RCR erhält, während man im Gegenzug gesammelte Daten an RCR schickt. Das ganze nennt man dann ein „Satellitenteam“. Ein ähnliches Netzwerk hat sich Hendrick Motorsports mit Phoenix Racing, Ganassi Racing und Stewart Haas Racing über die Jahre aufgebaut und ist ein Faktor für den Erfolg von Johnson, Gordon und Co.

Mit ‚Kroger‘, ‚Kingsford‘, ‚Bush’s Best‘, ‚Scott Products‘, ‚Charter Communications‘ und ‚Clorox‘ hat man sich viele kleine Sponsoren angeln können. Doch wie wir alle wissen, „macht Kleinvieh auch Mist“ und somit kommt es, dass das Mittelfeld Team finanziell sehr gut für diese Saison aufgestellt ist.

Alles in allem kann das Team behaupten, mit diesen Veränderungen auf der sicheren Seite steht. AJ Allmendinger ist trotz aller Vorkommnisse ein hervorragender Fahrer, der sich mit Teams wie JTG Daugherty Racing gut auskennt – siehe Red Bull Racing oder in den chaotischen Zeiten bei Richard Petty Motorsports. Regelmäßige Top 20 bis Top 25 Ergebnisse sollten für das Team das Ziel in diesem Jahr sein, was im Vergleich zu den letzten Jahren ein voller Erfolg sein würde.

 

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