Machtkämpfe in Texas

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Nachdem verkündet wurde, dass die Formel 1 im nächsten Jahr am gleichen Wochenende mit der NASCAR in Texas fahren wird, waren nicht alle Verantwortlichen gut aufeinander zu sprechen.

Am gestrigen Mittwoch wurde bekannt, dass die Formel 1 im nächsten Jahr eine Woche früher ihren Auftritt in den Vereinigten Staaten von Amerika feiern wird. Somit fällt der US Grand Prix auf den zweiten November 2014 – der gleiche Tag, wenn der NASCAR Sprint Cup das achte Chase Rennen auf dem Texas Motor Speedway fahren wird. Schon in den letzten zwei Jahren überschnitten sich der Grand Prix und das Saisonfinale in Homestead-Miami, doch nächstes Jahr geht die Formel 1 zu weit, zumindest aus der Sicht von Texas Motor Speedway Präsident Eddie Gossage. Schließlich sind der Circuit of the Americas und der Texas Motor Speedway beide im US-Bundesstaat Texas.

„Es ist eine alberne Entscheidung der Formel 1. Unsere zwei NASCAR Sprint Cup Rennen sind die zwei größten Zuschauermagneten im Sportbereich von Texas. Es ist nicht die klügste Entscheidung dagegen zu konkurrieren,“ so Gossage mit klaren Worten. „Ich bin mir sicher – egal wie die PR Meldungen lauten – das die Verantwortlichen von Austin [der Ort der Grand Prix Strecke] sich die Haare rufen. Sie haben keine Befugnisse über das Datum.“

Als diese Worte in den Medien rumging, dauerte es nicht lange bis sich auch der Chairman des Circuit of the Americas zu der unglücklichen Terminplanung zu Worte meldete:

„Aufgrund des umfangreichen NASCAR Kalenders, wird es Überschneidungen mit den Events des Circuit of the Americas geben und das wird nächstes Jahr eben passieren,“ so Bobby Epstein. „Wie auch immer, es gibt nur wenige Gemeinsamkeiten zwischen einem Formel 1-, und NASCAR Rennen. Der F1 US Grand Prix ist eine riesige, spaßige und unterhaltsame Erfahrung, die sich gegen jede Konkurrenz gut geschlagen hat.“

„Wir sehen dies als eine große Chance, Sportfans von der ganzen Welt nach Texas einzuladen und zu beweisen, dass Austin der Platz ist, wo man Premium Motorsport und Unterhaltung sehen kann,“ so Bobby Epstein weiter.

Ob es nun ein Machtkampf seitens der FIA ist, oder nicht. Die einzige Partei die eigentlich wie immer leiden muss ist der Motorsport-Fan. Ja, es ist unmöglich ein freies Plätzchen im NASCAR Kalender zu finden, doch nun solch zwei große Sportereignisse in einem Umkreis von lediglich 300 Kilometern zu haben ist ein No-Go für die Menschen, die sich beide Events mal Live vor Ort anschauen möchten. Auch für die TV Zuschauer ist es eine Lose-Lose Entscheidung, schließlich gibt es sogar bei Rennstart Überschneidungen. Dies könnte sich spätestens 2015 ändern, wenn der US-Fernsehsender NBC Live-Rechte an beiden Rennen hat.

 

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