Hamlin findet in die Victory Lane zurück, Johnson neuer Champion

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Die Saison 2013 ist Geschichte und wurde durch einen der wichtigsten Momente des Sports beendet: Jimmie Johnson macht das Six-Pack perfekt!

Und wieder hat er es geschafft! Hendrick Motorsports Pilot Jimmie Johnson konnte in der gestrigen Nacht auf dem Homestead-Miami Speedway seinen insgesamt sechsten NASCAR Sprint Cup Titel perfekt gemacht und ist somit erst der dritte Fahrer, der mehr als fünf Titel gewinnen konnte. Nur NASCARs Ikonen, Richard Petty und Dale Earnhardt Sr., haben mit sieben Titeln noch mehr erreicht, als „Mr. Five Time“, pardon, „Mr. Six Time“!

Mit einem berauschenden Burnout und emotionalen Umarmungen mit seiner Frau, Teamowner Rick Hendrick und Crewchief Chad Knaus konnte er unter tosenden Applaus seine sechste Chase Trophäe in die Höhe reißen und ausgelassenen Feiern. Jeder wusste: Dies ist ein großer Moment, den wir alle gerade erleben. Mit sechs Titeln liegt er nur noch einen Titel zurück, um ein für alle mit einem Atemzung mit Richard Petty und Dale Earnhardt Sr. genannt zu werden. Ist ein siebter Titel möglich?

„Wir werden sehen ob sieben möglich sind. Die Zeit wird es uns verraten,“ so ein bescheidener Jimmie Johnson.

Doch auch für Denny Hamlin, Rennsieger des Ford EcoBoost 400, war es eine der wichtigsten Momente in seiner noch jungen Karriere. Während er in diesem Jahr aufgrund einer Verletzung in Fontana einige Rennen ausfiel und auch danach nicht mehr in seine alten Form zurückkam, konnte er in der gestrigen Nacht endlich einen Erfolg feiern. Er setzte sich in einem harten Kampf gegen seinen Teamkollegen Matt Kenseth durch und führt seine eindrucksvolle Serie (mindestens 1 Sieg pro Jahr) weiter fort. Dieser Sieg wird ihm ein gutes Gefühl für die Pause bescheren und vor allem Selbstvertrauen. Seinen Humor aber  hat er nie verloren, was er mit „Wow, das ist also der Presseraum!“ unter Beweis stellte.

„All die schlechten Rennen entmutigen dich natürlich und die Rennen bleiben in deinem Kopf. Aber um dann hierher zu kommen und das Rennen zu gewinnen ist etwas sehr besonderes. Es ist etwas, worüber wir jeden Tag im Winter denken können,“ so Denny Hamlin während der Pressekonferenz.

Doch auch für den neuen, alten Sprint Cup Champion Jimmie Johnson fand er große Worte, die er mit vollem Respekt aussprach:

„Leider fahren wir alle in der Ära von Jimmie Johnson. Wir alle haben echt Pech in der Beziehung. Doch mit ihm zu fahren ist etwas besonderes, ich denke er ist der beste den es je gab. Er fährt gegen die stärkste Konkurrenz die es jemals in diesem Sport gab,“ so der Joe Gibbs Racing Fahrer, der 2010 ebenfalls einen Titelkampf gegen Johnson in Homestead-Miami verlor.

Auch Hamlins Teamkollege Matt Kenseth zollte großen Respekt für seinen Widersacher:

„Jimmie und sein Team sind unglaublich. Ich habe sowas in diesem Sport noch nie gesehen und ich denke, dass ich sowas auch nie wieder erleben werde. Es ist einfach unglaublich, wie sie Jahr für Jahr um die Meisterschaft fahren können. Vielleicht tritt er ja jetzt zurück,“ schmunzelte der Cup Champion aus dem Jahr 2003.

Die Top 5 komplettierten Matt Kenseth auf zwei, gefolgt von Dale Earnhardt Jr., Martin Truex Jr. und Clint Bowyer. Jimmie Johnson kam mit einem starken neunten Platz ins Ziel, dicht gefolgt von dem dritten Titel Aspiranten Kevin Harvick, der sein letztes Rennen für Richard Childress Racing an diesem Abend fuhr.

Somit ist die Saison nach 36 Rennen oder 13.995 gefahrenen Meilen vorbei und schon im Februar wird es weitergehen. Freuen wir uns also auf die Speedweeks und beobachten die Feierlichkeiten rund um Jimmie Johnson mit dem Gedanken, dass nicht jeder solch eine Ära erleben darf.

 

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