Martinsville: Gordon erkämpft sich Sieg

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Jeff Gordon feiert ersten Saison-Sieg 2013 in Martinsville! Meisterschaft weiterhin völlig offen!

Lange Zeit sah das Herbstrennen in Martinsville nach einem Kampf der Tabellenführer Johnson und Kenseth aus, allerdings konnte sich nach 500 Runden ein ganz anderer vorne behauptet. Kein Geringerer als  Jeff Gordon feierte am Ende seinen ersten Saisonsieg und meldet sich mit „nur noch“ 27 Punkten Rückstand im Kampf um die Meisterschaft zurück. Johnson und Kenseth entgegen gehen mit Punktegleichstand nach Texas zum 34ten Saisonrennen.

Das Rennen hatte gerade erst an Fahrt aufgenommen, da versuchte Johnson bereits Hamlin die Führung abzunehmen, was auch in Runde 3 erfolgte. Der Joe Gibbs-Pilot hatte wohl am Anfang mit Handlingsproblemen zukämpfen, was auch sein Teamkollege (Kyle Busch) prompt ausnutzte und an ihm vorbei zog.

Bereits in Runde 7 musste NASCAR die erste Caution ausrufen, nachdem ein zu Beginn aggressiv fahrender Carl Edwards, Eingangs Turn 3 Jeff Burton am hintern Koflügel erwischte und diesen umdrehte. Burton hatte allerdings keinen Schaden davon getragen, verlor lediglich Positionen und musste sich auf P43 einreihen.

Beim anschließenden Restart konnte sich Kyle Busch an der Spitze behaupten, hatte dann aber immer mehr mit Problemen zu kämpfen bis in Runde 37 Matt Kenseth ihn an der Spitze ablöste und so Leadlaps sammeln konnte.

Nach ganzen 70 „grünen“ Runden drehte erneut Edwards jemand in Turn 3/4 um und sorgte so für die 2te Caution des Rennens. Diesmal war war allerdings nicht Burton das Opfer sondern der bereits getapte Travis Kvapil das Opfer gewesen. Überhaupt viel auf, dass der silberne BK-Toyota in fast jeder zweiten Caution beteiligt war, egal ob schuldig oder unschuldig. Umso erstaunlicher das Kvapil mit -1laps noch 24 wurde.

Im nachfolgenden Restart konnte man erstmals den späteren Sieger Jeff Gordon an der Spitze fahrne sehen. Pünktlich zur 1/4-Grenze übernahm dann auch Gordon erstmals die Führung, nachdem Kenseth ebenfalls (wie zuvor Hamlin und Ky. Busch) mit Problemen zu kämpfen hatte. Kenseth nutzte dann die nachfolgende Caution-Orgie (nicht weniger als vier Cautions in 50 Runden) und kam ganze vier mal zur Pit um das Handling seines Toyotas zu verändern. In dieser Zeit wechselten sich Johnson und Gordon immer wieder zwischen den Cautions mit der Führung ab.

In einem der vier erwähnten Cautions mussten gleich mehrere Topfahrer erheblichen Schäden in Kauf nehmen. In Folge eines leichten Rückstaus in Turn 1, kam kam es zu mehreren „Auffahrunfällen“. Kahne, Hamlin und Truex jr. musste anschließend zur Pit und verloren etliche Positionen bzw. Plätze. Am schlimmsten erwischte es dabei Kahne der ganze  vier Runden verlor und am Ende -4laps nur 27 wurde. Mal wieder ein rabenschwarzer Tag für den Hendrick-Pilot, der leider der Pechvogel-Nr. 1 im Chase 2013 ist.

Ein richtiges Taktieren für die zweite Hälfte des Rennens erlaubte das Geschehen allerdings nicht, da immer wieder eine Caution die Greenflag-Runs zunichte machten. Am Ende waren es nicht weniger als 17 (M´ville-Rekord: 21) die zu Buche standen. Dabei mussten weitere Chase-Teilnehmer mit Rückschlägen rechnen. Unteranderem ein leicht übermotivierter und „angefressener“ Kurt Busch (am Ende 18ter) der sich selbst beim Versuch McMurray zu überholen drehte und Mark Martin dabei mit ins Unglück riss.

Wie man erwarten konnte kam es zum Duell der Titelfavoriten, je näher das Rennende kam.  Während Kenseth in den Cautions draußen blieb ging Johnson pitten und musste sich dann in 7-Meilen-Stiefeln von P16 wieder nach vorne arbeiten, während vorne Bowyer Führungsmeilen sammelte. Am Ende konnte der MWR-Pilot P3 und 60 Leadlaps feiern. Als dann in der nachfolgenden Caution Kenseth/Bowyer pitteten wurde die Spitze neugemischt und Jeff Gordon, Johnson und Hamlin waren plötzlich wieder vorne mit dabei.

Immerwieder konnte man eine taktisch klug fahrende Danica Patrick an den Top10 kratzen sehen. Zwischenzeitlich war sie sogar drauf und dran, den zu der Zeit vor ihr fahrenden, Johnson zu attakieren. Am Ende Sprang für sie immerhin noch ein sehr guter 17ter Platz raus.

Die Entscheidung in Sachen Sieg fiel in Runde 476 als Kenseth, dicht gefolgt von Gordon im Überrundungsverkehr aufgehalten wurde. Gordon nutze dies aus und zog einige Runden später an Kenseth vorbei und übernahm die Führung, welche er bis zum Ende nicht mehr abgeben sollte. Hinter ihm konnte sich Kenseth gerade noch vor dem heranstürmenden Client Bowyer ins Ziel retten.

Die restlichen Plätze der Top10 sahen wie folgt aus:
4. Brad Keselowski
5. Jimmie Johnson
6. Kevin Harvick
7. Denny Hamlin
8. Dale Earnhardt jr.
9. Greg Biffle
10. Jamie McMurray

Nachdem Rennen kann es in Sachen Meisterschaft kaum spannender sein. Johnson und Kenseth liegen Punktleich mit jeweils 2294 Punkten an der Spitze. Dahinter mit immer noch realen Chancen lauern Gordon (-27 Punkte) und Havrick (-28 Punkte). Allerdings müssen letzt genannte bei noch drei ausstehenden Chase-Rennen auf ein Pech der Führenden offen.

Nächstes Wochenende geht es dann auf den  Texas Motor Speedway. Eine ausführliche Vorschau findet ihr wie gewohnt im Laufe der Woche hier bei uns!

 

P.S. Hoffe euch hat mein erster Rennbericht gefallen 🙂

 

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