„Not Amused“: Johnson über späte Caution verärgert

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Wieder hat eine fragwürdige Caution das Rennergebnis deutlich durchgerüttelt. Dieses mal war Johnson der Leidtragende und lässt seinen Unmut freien Lauf.

Das Schimpfwörter am Funk eines NASCAR Fahrers sind ist Alltag, doch das sich ein Fahrer so über Platz vier ärgert sieht, pardon, hört man nicht alle Tage. Als Jimmie Johnson die Ziellinie des Charlotte Motor Speedways Samstag-Nacht überfuhr fluchte der fünfmalige NASCAR Sprint Cup Champion am laufenden Band und das mit guten Grund.

Jimmie Johnson dominierte das Rennen gemeinsam mit seinem starken Teamkollegen Kasey Kahne und war auf dem besten Wege zu seinem sechsten Erfolg in der laufenden Saison, schließlich hatte er sich nach den Boxenstops unter Grün eine Führung von 1,5 Sekunden auf Kahne erarbeitet und es sah nicht so aus, als könnte Kahne mithalten. Doch 26 Runden vor Schluss fand die NASCAR dann doch „Debris“ und ließ das Pace Car auf die Strecke, um das Feld einzusammeln.

„Ich bin ein Klugscheißer, aber ich weiß nicht wo und was es war. Ich selber habe nichts gesehen,“ so Johnson später in einem Interview.

Es folgte der gnadenlose „Moneystop“, wie man in den Staaten so schön sagt, und Jimmie Johnson sollte seine Führung an seine Teamkollegen Kasey Kahne und Jeff Gordon verlieren, da diese nur zwei frische Reifen nahmen während sich sein Crew Chief Chad Knaus für vier neue Reifen entschieden, ebenso wie seine Kontrahenten Matt Kenseth, Kyle Busch und der spätere Rennsieger und aktueller Sprint Cup Champion Brad Keselowski.

Johnson verlor jede Menge Positionen beim folgenden Restart und konnte sich nur mit Mühe und Not wieder in die Top 5 zurückkämpfen und als vierter das Rennen beenden – Schadensbegrenzung trifft es hier am besten, schließlich hätte Kenseth seinen Vorsprung gut und gerne mehr als einen Punkt ausbauen können.

„Offensichtlich war ich zu nahe [an Kahne] dran und die Aero nahm die Stabilität meines Wagens weg. Ein paar konnten dann innen durchschlüpfen und ich habe ‚track position‘ verloren, was unglücklich war zu dem Zeitpunkt,“ so Jimmie Johnsons kurze Restart-Analyse.

Johnson kündigte in einem Interview nach dem Rennen an, dass er nochmal nachschauen möchte, was die NASCAR dazu verleitet hat, eine „Debris-Caution“ auszurufen. Doch leider wird der Hendrick Motorsports Pilot lange suchen müssen, schließlich hat anscheinend auch die Regie von ESPN bzw. ABC nichts gefunden, denn man blendete bei der Übertragung nichts ein.

War diese Caution also mehr Schein als Sein? Ich denke, jeder kann sich die Frage selber beantworten, schließlich war das „Bank of America 500“ auf dem Charlotte Motor Speedway in keinster Weise ein Thriller bevor der Caution. Man darf also getrost sagen, dass die NASCAR Johnson um die sehr wahrscheinliche Tabellenführung betrogen hat.

 

 

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