Kenseth Meisterlich: Zweites Rennen, zweiter Sieg

0
124

Auf dem New Hampshire Motor Speedway konnte Joe Gibbs Racing Matt Kenseth in meisterlicher Form seinen zweiten Chase Sieg erringen! – Rückschläge für Kasey Kahne und Jeff Gordon.

Es sind erst zwei Chase Rennen in diesem Jahr gefahren worden, doch schon gibt es einen haushohen Favoriten in Form von Joe Gibbs Racing Fahrer Matt Kenseht. In einem recht ruhigen Loudon Rennen auf dem New Hampshire Motor Speedway konnte der ehemalige Champion aus dem Jahre 2003 seinen zweiten Chase Erfolg feiern, nachdem er schon den, durch Regen geplagten, Marathon von Chicagoland gewinnen durfte. Das er dann auch noch ausgerecht in seinem 500. Sprint Cup Start das Rennen gewinnt ist ein glücklicher Zufall und so zeigte selbst ein Matt Kenseth Emotionen, als er mit Tränen gefüllten Augen (verdeckt durch eine Sonnenbrille) das Interview mit ESPN in der Victory Lane gab.

Nur knapp konnte er den herankommenden Teamkollegen Kyle Busch hinter sich lassen, nachdem dieser einen zwei Sekunden Rückstand Runde für Runde abknabberte. Am Ende sollte es nicht reichen; respektierte aber die Leistung von seinem siegreichen Teamkollegen und dessen Team:

„Matt (Kenseth) war definitv schneller als wir heute. Er hatte an diesem Wochenende irgendein besonderen Wagen, denn wir versuchten alles unseren genauso hinbekommen wie die #20 es war.“

Im ersten Drittel zeichnete sich ein tumultartiges Rennen aus, schließlich wurden die ersten 100 Runden durch nicht weniger als drei Cautions in engen Zeitabständen unterbrochen, unter anderem mit Unfällen von Josh Wise, Michael McDowell, wie auch ein durch Montoya ausgelösten Dreher von Travis Kvapil und Jamie McMurray. Letzterer konnte sich allerdings trotz eines kaputten Hecks bis auf Position 5 vorankämpfen. Sein Teamkollege Juan Pablo Montoya kam nur als 19. ins Ziel.

Danach allerdings bekam das Rennen einen Rhytmus und Boxenstopps unter Grün waren an der Tagesordnung – lediglich von hin und wieder auftauchenden Debris-Cautions unterbrochen. Führende Kraft gegen Rennmitte war der Michael Waltrip Racing Pilot Martin Truex Jr., der wohl mit jeder Menge Wut seinen Toyota Camry um die flachen vier Kurven des Speedways boxte, schließlich verlässt sein langjähriger Sponsor NAPA ihn nach dieser Saison aufgrund der Ereignisse rund um seine Teamkollegen.

Im letzten Drittel aber hatte Markenkollege Matt Kenseth allerdings deutlich die Nase vorn und gewann das Rennen souverän und verdient, auch wenn die Konkurrenz in Form von Jeff Gordon patzte. Der Hendrick Motorsports Pilot sackte einige Führungsrunden ein, bis er während den Boxenstopps in der drittletzten Caution 100 Runden vor Schluss einen eigenen Fehler machte. Jeff Gordon rutschte über die Boxenmarkierungen und verlor so wichtige Position und das auf einer Strecke, wo die „track position“ eine wichtige Rolle spielt. Im weiteren Rennverlauf konnte sich Gordon nicht weiter nach vorne arbeiten und kam lediglich als 15. ins Ziel.

Doch seinem Teamkollegen, Kasey Kahne, erging es noch viel schlimmer. In Runde drei konnte er die Führung von Polesitter Ryan Newman für 30 Runden übernehmen und konnte sich auch sonst den ganzen Tag lang innerhalb der Top 10 aufhalten. Fünfzig Runde vor Schluss aber, verlor er den Wagen in Turn 4 aus unerklärlichen Gründen und schlug frontal in die Mauer ein. Zwar kam der HMS Pilot nochmal auf die Strecke, aber mehr als ein 37. Platz war nicht mehr drin für ihn. Somit verabschiedet sich auch er, neben Dale Earnhardt Jr. und Joey Logano, aus dem Titelkampf in diesem Jahr.

Neben Matt Kenseth, runden Kyle Busch, Greg Biffle, Jimmie Johnson und Jamie McMurray die Top 5 in Loudon ab. In den restlichen Top 10 Platzierungen lauern Dale Earnhardt Jr., Brian Vickers, Jeff Burton auf acht, Carl Edwards und Martin Truex Jr.

Die Meisterschaft führt weiterhin Matt Kenseth an und konnte seinen Vorsprung gegenüber dem zweit platzierten Kyle Busch auf 14 Punkte hochschrauben. Jimmie Johnson liegt 18 Punkte zurück. Hinter den dreien kommt dann erst einmal länger nichts, bis Carl Edwards als vierter mit einem saftigen Rückstand von 36 Punkten auftaucht. Pechvogel Kasey Kahne ist 13. mit über 71 Punkten Rückstand. Es schaut zur Zeit also alles nach einem Dreikampf zwischen Kenseth, Kyle Busch und Jimmie Johnson aus. Doch aufgepasst: „Miles, The Monster“ wartet schon auf die 43 Sprint Cup Piloten…

 

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.