Edwards: Überraschender Sieger in Richmond

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Carl Edwards gewann etwas überraschend das 400 Runden Rennen in Richmond mit einem kontroversen Restart. – Kurt Busch, Joey Logano im Chase, Jeff Gordon und Ryan Newman raus.

Das letzte Rennen der „regulären Saison“ ist Geschichte und ab nächster Woche beginnt dann der finale Kampf um die Sprint Cup Trophy, wenn der Chase in Chicago beginnt. Roush Fenway Racing Pilot Carl Edwards konnte ein wenig überraschend seinen zweiten Saisonerfolg auf dem Short Track in Richmond perfekt machen und kann nun mit viel Momentum und sechs Bonuspunkten die Mission „Titel“ in Angriff nehmen, schließlich sind die Erinnerungen an 2011 und dem dramatischen Titelkampf mit Tony Stewart auch bei ihm längst noch nicht aus dem Kopf.

„Wir werden diese Meisterschaft gewinnen,“ so der entschlossene Ford Pilot in der Victory Lane. „Das ist unsere Mission. Vor ein paar Wochen und Monaten wurde dies noch als eine verrückte Idee abgestempelt. Alle kamen Zusammen und ich kann die Arbeit der Jungs im Shop nicht in Worte fassen. Diese Meisterschaft würde mir alles bedeuten. Die nächsten zehn Rennen werden hart, doch sie wissen, dass wir kommen!“


Doch der entscheidende Restart drei Runden vor Schluss war einmal mehr Kontrovers, da es so aussah, als hätte Carl Edwards den Führenden Paul Menard zu früh überholte. Schon im Nationwide Series Rennen kamen Fragen auf, als Brad Keselowski ähnlich wie Edwards den bis dahin Führenden Brian Scott überholte und das 1000.-Nationwide Rennen gewinnen durfte. Da die NASCAR sich aber nicht bezüglich des Restarts äußerte, ist dieser Sieg und die Punkte offiziell für Edwards.

Der Auslöser der Caution, fünf Runde vor Schluss, war allerdings nochmal ein Ticken kontroverser und Diskussions bedürftiger. Zum Zeitpunk der Caution führte Ryan Newman, dessen Sieg die sichere Chase Teilnahme bedeutet hätte. Auch Hendrick Motorsports Pilot und viermaliger Sprint Cup Champion Jeff Gordon war in den Top 10 und ebenfalls sicher im Chase. Bowyer, der seine Führung durch Pech in einer Caution verlor, drehte sich fragwürdig und ohne jeglichen Kontakt mit dem dahinter fahrenden Dale Earnhardt Jr. Das Ergebnis war ein finaler Restart, in denen Ryan Newman und Jeff Gordon die Chase-Qualifikationen verloren und Bowyers Teamkollege Martin Truex Jr. den Sprung in den Chase per Wildcard schaffte.

Die Fans und die Presse rätseln nun: War dies ein gewollter Dreher von Bowyer, um seinem Teamkollegen Truex Jr. nochmal eine Chance zu geben? John Darby, Renndirektor der NASCAR, erklärte sich bei einem Statement dagegen:

„Nicht wirklich. Wir haben dies während der Fahrerbesprechung besprochen und ich glaube nicht, dass jemand ernsthaft denkt, dass Clint Bowyer dies mit Absicht getan hat.“

Dale Earnhardt Jr., der direkt hinter Bowyer fuhr, äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall. Er fuhr direkt hinter Clint Bowyer hinterher und hatte keinen Kontakt mit der #15 von Michael Waltrip Racing.

„Er drehte sich einfach. Das war das verrückteste was ich jemals gesehen habe. Er verriss den Wagen, ging stark auf die Bremse und dann drehte sich das Teil. Es war verrückt. Ich weiß nicht was da vorgegangen ist.“ Clint Bowyer erklärte, dass dies keine Absicht war und er natürlich weiß, dass die Fans und die Presse was zum reden brauchen.


Insbesondere an der Spitze durfte man ein Kommen und Gehen beobachten. Jeff Gordon, der erst zum zweiten Mal den Chase in seiner Karriere verpasst, konnte seine Pole Position früh im Rennen in eine Führung ummünzen, verlor allerdings seinen Speed je später die Nacht wurde. Auch der zweit platzierte Kurt Busch durfte wieder einige Führungsrunden sammeln, hatte allerdings nicht mehr genügend Zeit beim letzten Restart, um Edwards einzuholen. Die meisten Führungsrunden sammelte allerdings der Sprint Cup Brad Keselowski, kam am Ende aber nur als 17. ins Ziel und verpasst ebenfalls den Chase, was sich in den letzten Wochen schon andeutete. Die Top 5 komplettierten hinter Edwards, Kurt Busch, Ryan Newman, Jamie McMurray und Paul Menard.

Auch erwähnenswert:

  • Rookie Ricky Stenhouse Jr. konnte wie seine Teamkollegen Carl Edwards (1.) und Greg Biffle (12.) ein starkes Rennen abliefern und fuhr auf die 10. Position. Dies war sein erstes Top 10 Ergebnis dieser Saison.
  • AJ Allmendiger konnte seine Klasse einmal beweisen, indem er den Toyota von JTG/Daugherty Racing auf Platz 15 brachte, das dritt beste Ergebnis der Saison für das Team. Ab nächstes Jahr wird Allmendinger die gesamte Saison für das Team fahren und verdrängt somit den bisherigen Fahrer Bobby Labonte.
  • Eine (Renn)-Nacht zum Vergessen erlebte Jimmie Johnson. Am Freitag wurde er zum zweiten Mal Vater und verpasste somit sämtliche Trainings und Qualifikation. Eine Aufholjagd von ganz hinten konnte Johnson aber nicht starten und kam nach ein paar Zwischenfällen lediglich auf Platz 40 an.
  • Rennergebnis

Die Chase Tabelle sieht nun folgendermaßen aus:

Pos. Name des Fahrers Punkte
01 Matt Kenseth 2015
02 Jimmie Johnson 2012
03 Kyle Busch 2012
ß4 Kevin Harvick 2006
05 Carl Edwards 2006
06 Joey Logano 2003
07 Greg Biffle 2003
08 Clint Bowyer 2000
09 Dale Earnhardt Jr. 2000
10 Kurt Busch 2000
11 Kasey Kahne 2000
12 Martin Truex Jr. 2000

Nächste Woche geht es in Chicago, ein 1,5 Meilen Oval, weiter. Eine ausführliche Vorschau findet ihr natürlich wie gewohnt im Laufe der Woche hier bei uns!

 

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