Kyle Busch siegt in Watkins Glen: Revanche geglückt

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Kyle Busch konnte in einem packenden Finale in Watkins Glen seinen dritten Saisonsieg entgegen fahren und ist somit in einer aussichtsreichenden Position für den Chase. – Viele Unfälle von großen Namen.

Kyle Busch hat es endlich geschafft. Nachdem er schon 2008 für Joe Gibbs Racing das Rennen in Watkins Glen gewann, zog er dieses Jahr, nach etlichen Versuchen in den zuvorigen Jahren, wieder nach und darf seinen dritten Sieg in der laufenden Saison nach Fontana und Texas feiern. Einmal mehr war „Rowdy“ der Protagonist eines spannenden Finish in Watkins Glen, schließlich endete letztes Jahr sein Rennen in der Mauer in der letzten Runde, als er aufgrund des Öl’s und Brad Keselowski den Wagen in Turn 2 verlor. Hätte Brad Keselowski es gewollt, dann könnten wir heute über ein Deja-Vu Erlebnis sprechen, denn der amtierende Sprint Cup Champion „Bad Brad“ schnupperte mit seiner Stoßstange immer wieder an Kyle Busch’s Heck in den letzten zwei Runden, doch letztendlich entschied er sich für die faire Variante „Racing“.

Auch Kyle Busch hatte natürlich die letzte Runde von 2012 auf dem Rundkurs in New York nicht vergessen und wie jeder Zuschauer vor Ort und vor dem Fernseher fragte er sich: Wird Keselowski ihn bumpen? Wird Kyle Busch wieder in der letzten Runde das Rennen verlieren? Kyle Busch äußerte sich zu den Fragen in der wohl verdienten Victory Lane:

„All diese Gedanken sind mir natürlich durch den Kopf gegangen. Ich hatte wirklich keine Ahnung was passieren wird. Es war einfach nur ‚Fahr so schnell wie möglich, sei nicht besorgt wer oder was hinter dir ist und egal was passiert, komm damit klar‘. Ich kann Brad nur loben, dass er einen besseren Job machte als letztes Jahr.“

Auch Brad Keselowski äußerte sich gewohnt offen zu den entpsrechenden Fragen der Reporter:

„Ich denke nicht das Kyle mir zustimmen würde, doch ich bin der Meinung das die Vorkommnise vom letzten Jahr ein reiner Rennunfall war. Er kam von der Strecke ab und ich stach in die Lücke hinein“, so der Ford Fusion Fahrer über die letzte Runde von 2012. „Hätte ich ihn heute gewreckt, wäre dies kein Rennunfall gewesen sondern ein absichtlicher Unfall. Und dies ist ein großer Unterschied.“

Natürlich wusste Brad Keselowski, dass wenn er seinen Erzrivalen Kyle Busch angeschoben hätte, dass er der Chase Qualifikation signifikant näher gekommen wäre, doch er entschied sich dagegen und erklärte dies mit wahren Worten eines Champions:

„Natürlich gibt es immer die Versuchung. Doch es gibt ein Maß an Respekt und ein Ehrenkodex den du als Mann hast.“

Für Brad Keselowski war dies das siebte Top 5 Finish in der laufenden Saison und bringt ihm einen achten Platz in der Meisterschaft ein. Kyle Busch konnte durch seinen Sieg am sonnigen Sonntag seine Meisterschaftsambitionen verdeutlichen und klettert auf die fünfte Position in der Meisterschaft. Durch seine drei Sieg ist er nun in einer aussichtsreichenden Position, schließlich gibt es bei Chase Beginn Bonus Punkt für jeden einzelnen Sieg. Jimmie Johnson und Matt Kenseth sind derzeit mit vier Siegen die Spitzenreiter.

Doch nicht nur das Finish von dem 355 Kilometer langen Rennen war Gesprächsbedürftig, sondern auch die Ereignisse im Mittelfeld während dem Rennen. Viele große Namen beendeten das Rennen in der Mauer, allen voran Jeff Gordon der ohne jegliche Fremdeinwirkung sein Hendrick Motorsports Chevrolet SS in Runde 14, Kurve vier wegschmisss. Zwar konnte er nach ca. 20 Runden Reperaturzeit weiterfahren, doch das Rennen war natürlich für ihn so gut wie vorbei. Am Ende kam er immerhin noch als 36. mit einem „leicht“ modifizierten Wagen ins Ziel. Mit 16 Punkten Rückstand auf den 10., Martin Truex Jr. (3. in Watkins Glen), hat man die gute Position in der Tabelle die man durch den zweiten Platz in Pocono errang verloren. Doch es kann noch sehr viel passieren, dies zeigte Watkins Glen später.

Denn in Runde 82 (von 90) gab es den größten Unfall, als Matt Kenseth seinen Wagen nach einem Restart in den berühmt, berüchtigten S-Kurven von Watkins Glen verlor und den zwölft platzierten Kasey Kahne dabei berührte. Kahne, der vor dem Rennen auf der achten Position in der Meisterschaft lag, verlor ebenfalls den Wagen und rutschte unglücklicherweiße in den Wagen von seinem Teamkollegen Dale Earnhardt Jr. Dieser beschuldigte Kenseth nach dem Rennen, den Australier Marcos Ambrose zu drehen, doch dies dementierte Kenseth:

„Ich habe nicht versucht Marcos zu drehen. Es sah vielleicht danach aus. Ich habe versucht Momentum zu gewinnen, doch dabei verlor ich die Kontrolle über meinen Wagen, rutschte von meiner Linie weg und dann war jemand auf der äußeren Seite. Ich glaube es war Kasey. Dies war mein Fehler“, so die Entschuldigung von Matt Kenseth.

Dieser Unfall tat Kasey Kahne, wie seinem Teamkollegen Jeff Gordon, punktetechnisch weh. Kahne rutscht aus den Top 10 hinaus und belegt jetzt die zwöflte Position hinter Kurt Busch mit drei Punkten Rückstand auf die zehnte Platzierung. Doch Michigan könnte die gesamte Chase Situation wieder ändern, schließlich verlor Kahne das erste Michigan Rennen nur durch einen Reifenplatzer.

Dies war die siebte Caution des Rennens, doch eine weitere sollte auf die Fans und Fahrer warten. Der erfolgende Restart war nicht weniger spektakulär, denn der Australier Marcos Ambrose verlor seinen Wagen durch einen schleichenden platten Reifen in Turn 2 und wurde bei dem Versuch die Kontrolle über seinen Wagen zu erlangen von Max Papis, dem Tony Stewart Ersatz, gedreht. Doch hier liegt die Schuld nicht bei Papis, da diese nirgendswo hinkonnte. Schon Kevin Harvick sagte vor dem Restart seinem Spotter, dass Ambrose einen platten Hinterreifen hat. Ambrose dominierte das Rennen mit 51 Führungsrunden, verlor aber seine Führung in der fünften Caution. Der zwei malige Watkins Glen Sieger fiel ins Mittelfeld zurück und hatte ab diesem Zeitpunkt mit seinem Wagen zu kämpfen. Am Ende war es ein enttäuschender 31. Platz. Ebenfalls in diesem Crash involviert, war Michael Waltrip Fahrer Brian Vickers der schon zuvor mit technischen Problemen zu kämpfen hatte.

Die Top 5 komplettieren ein starker Martin Truex Jr., Carl Edwards und Juan Pablo Montoya. Das gesamte Ergebnis könnt ihr hier finden und zu den Punkteständen gelangt ihr mit diesem Link.

  • Jimmie Johnson hat als erster Fahrer seine Chase Qualifikation mit einem achten Platz in Watkins Glen perfekt gemacht, denn mit vier Siegen hat er nun mindestens eine Wildcard Platzierung sicher.
  • AJ Allmendinger fuhr ebenfalls ein starkes Rennen im JTG/Daugherty Racing Toyota Camry und kam als 10. in das Ziel, nachdem er lange Zeit in den Top 5. Doch in Runde 59 ging ihm der Sprit aus und verlor die so wichtige „track position“.
  • Ein erfolgreiches Sprint Cup Debüt konnte der Australier Owen Kelly im Phoenix Racing Chevrolet SS von James Finch feiern. Der ehemalige V8 Supercars Fahrer kam als 24. ins Ziel.
  • Neben acht Cautions gab es eine rote Flagge, als mehrere Wagen Ausgangs der S-Kurve kollidierten und Öl verlierten. Dies hielt insgesamt über 20 Minuten an.

Nächste Woche geht es zum zweiten Mal nach Michigan. Eine ausführliche Vorschau findet ihr wie gewohnt im Laufe der Woche hier auf threewide.de!

 

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