Brian Vickers überrascht in Loudon alle

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Teilzeitfahrer Brian Vickers konnte am Sonntag in Loudon seine vierjährige Sieglosigkeit beenden und überraschte somit fast alle. Doch bis zur Victory Lane war es ein schwieriger Weg, denn die NASCAR machte es Vickers nicht gerade leicht.

brianvickersDas Rennen auf dem New Hampshire Motor Speedway hatte alles, was die NASCAR ausmacht. Rad an Rad Duelle, Lackaustausch und zum Schluss einen mehr oder wenigen Überraschungssieger der sich aus dem Mittelfeld nach vorne kämpfen konnte. Michael Waltrip Racing Fahrer Brian Vickers war es am Ende, der in die Victory Lane fahren konnte und seine lebendige (!) Trophäe in Form eines Hummers in die Höhe strecken konnte. Doch bis dahin war es ein langer Weg, schließlich war er zwischenzeitlich sogar eine Runde hinter dem Führenden zurück…

Zu Beginn des 301 Runden langen Rennens in Loudon, blieb alles beim alten. Der heranstürmende, von Platz 2 startende Kyle Busch konnte schon in Runde 10, nachdem es schon im vierten Umlauf eine Caution (Reifenplatzer bei Logano) gab, die Führung von Pole Sitter Brad Keselowski abluchsen und behielt diese die folgenden 53 Runden. Doch es schien das sein Toyota Camry lediglich auf den kurzen Stints schnell war, was Kyle Busch nach dem Rennen auch ein wenig schlecht gelaunt bestätigte.

Auch sein älterer Bruder Kurt Busch hatte wie erwartet einen starken Wagen, den er früh im Rennen sogar an die Führung platzieren konnte. Doch wie so oft sollte es Ende nicht sein sollen und das Rennen entwickelte sich zu einem Disaster für den Sprint Cup Champion aus dem Jahre 2004. Kurt Busch versuchte spät im Rennen ein 3-Wide Überholmanöver in Kurve 1, rutschte allerdings ein wenig hoch und traf Stewart / Haas Racing Fahrer Ryan Newman. Beide fanden sich daraufhin in der Mauer des New Hampshire Motor Speedways und das Rennen war für beide mehr oder weniger beendet. Vom Pech verfolgt war einmal mehr Denny Hamlin. Der Joe Gibbs Pilot fuhr über weite Strecken in den Top 10, bis er eine Durchfahrtsstrafe verhangen bekam. Zu allem Überfluss musste er dann auch noch einen Reifenschaden beklagen, am Ende wurde es dann schließlich nur 21. Platz.

Brian Vickers derweil musste ebenfalls früh im Rennen eine Durchfahrtsstrafe absitzen, da er Equipment versehentlich nach einem Boxenstopp aus seinen Pit Stall mitnahm was in der NASCAR natürlich verboten ist. Er kämpfte sich mit einem starken MWR-Toyota still und heimlich zurück und tauchte in Runde 250 dann schließlich durch eine gute Pit Strategie in den Top 5 aus. Da die „track position“ der Schlüssel zum Erfolg in New Hampshire ist, konnte er sich Vickers sukzessive Platzierung für Platzierung vorarbeiten, um letztendlich in Runde 287 die Führung von einem bis dahin starken Tony Stewart zu übernehmen.

Zwei Runden vor Schluss gab es dann eine Caution. Trümmerteile sollten der Grund für die Caution gewesen sein, die allerdings nie vom Fernsehen gezeigt worden waren. Aber nun gut, wenn die NASCAR meint unnötige, künstliche Spannung zu erzeugen, dann lassen wir sie mal im Glauben das das den Fans gefällt. Ergebnis war ein Green-White-Checkered Finale, welches schon ein Tag zuvor im Nationwide Rennen für viel Furore sorgte, doch Brian Vickers konnte sich erfolgreich gegen die Angriffe von Tony Stewart und Kyle Busch wehren und fuhr dann wohl verdient in die Victory Lane. Tony Stewart ging am Ende der Sprit aus und wurde auf den 26. Platz zurück gespült.

Auch erwähnenswert…

  • Jeff Burton erwischte einen guten Tag, die in dieser Saison Mangelware bei ihm sind, und fuhr seinen Childress Chevrolet SS auf den dritten Platz. Somit konnte er an seine guten Leistungen in Loudon aus den späten 90er Jahren anknüpfen, schließlich ist er der Pilot mit den meisten Siegen (4) auf dem New Hampshire Motor Speedway.
  • Auch Aric Almirola fuhr auf einen verdienten vierten Platz durch eine gute Taktik. Dies ist seine beste Platzierung in der laufenden Sprint Cup Saison.
  • Bobby Labonte konnte sich in den fünfzig Runden lange in den Top 10 halten, da sie alles auf eine Karte setzten und der „track position“ die höchste Priorität zu sprachen. Doch ein leerer Benzintank zwingte das Team in die Box und man kam nur als 27. ins Ziel.

Der Kampf um die Chase-Qualifikation wurde in Loudon einmal mehr ordentlich durchgerüttelt. Aufgrund des Unfalls und der damit resultierenden schlechten Platzierung verlor Kurt Busch seinen neunten Platz und ist nun auf dem 14. Gesamtrang mit sieben Punkten Rückstand auf den zehnten, Kasey Kahne. Wie Kahne, konnte auch Brad Keselowski Punkte gut machen und ist nun neunter mit acht Punkten Vorsprung auf den elften. Hier ein Ausschnitt aus der Tabelle (Vorsprung auf den 11. Platz, bzw. Rückstand zum 10. Platz)

08. Greg Biffle | +1409. Brad Keselowski | +8
10. Kasey Kahne | 523 Punkte
11. Martin Truex Jr. | -2
12. Jeff Gordon | -2
13. Tony Stewart | -5
14. Kurt Busch | -7
15. Jamie McMurray | -16
16. Aric Almirola | -21
17. Jeff Burton | -33

Es zeichnet sich bisher der spannendste Kampf um die Top 10 für den Chase, den es je gab. Man darf gespannt sein und sich freuen, was bis Chicagoland noch alles passiert! Nun steht erst einmal ein freies Wochenende für die Sprint Cup Piloten an, um am 28. Juli in Indianapolis die restliche Saison fortzusetzen!

 

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