Vorschau – Party in the Poconos 400 in Pocono 2013

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Das erste von zwei Pocono Rennen steht dieses Wochenende an. Doch wer findet den Trick auf dem „Tricky Triangle“? Unsere Vorschau für das „Party in the Poconos 400“ Rennen.

poconos-logoNicht nur der Rennname ist dieses Wochenende ein wenig ungewöhnlich, sondern auch das „Oval“ an sich. Besser gesagt fährt man dieses Wochenende auf einem Dreieck, welches nicht nur sonderbar aussieht sondern auch verdammt schnell und schwierig ist. Die Rede ist natürlich von dem spektakulären Pocono mitten in den Wäldern von Long Pond.

Der „Pocono Raceway“ bietet vielleicht nicht das beste Racing des Jahres, doch durch das einzigartige Layout ist die Strecke ein Highlight in dem langen Sprint Cup Jahr. Seit 1974 ist die höchste Klasse der NASCAR auf dem 2,49 Meilen langen Oval unterwegs und das Eröffnungsrennen wurde vom „King“ persönlich gewonnen, Richard Petty. Durch zwei lange Geraden, die Start/Ziel Gerade und Gegengerade, lassen die Wagen über 200 Meilen pro Stunde (320km/h) über die Strecke donnern. Dadurch das jede, der drei Kurven, anders konfiguriert sind, zählt die Strecke mit zu den schwersten Strecken im Sprint Cup Kalender. Eine Rennstrecke, wo schon einige Fahrer Tribut zollen mussten. Fahrer wie Dale Earnhardt Sr, Jeff Gordon hatten in der Vergangenheit schwere Unfälle gehabt, Bobby Allison musste seine glorreiche Karriere, aufgrund eines Unfalls in Pocono, beenden und nicht wenige Fahrer starben auf der Strecke.

Auch in den letzten Jahren passierten immer wieder schwere Unfälle, so zum Beispiel 2010 als Elliott Sadler frontal in die innere Mauer der Gegengeraden donnerte und sein gesamter Motorblock auf die Strecke zurückschleuderte. Dies war der schwerste Einschlag in der Geschichte der NASCAR, ein Glück das man das CoT hat, denn Sadler ist ohne jegliche Verletzungen ausgestiegen. Auch Kasey Kahne spürte die Gefahr von Pocono, als er beinahe über die Streckenbegrenzung auf der Gegengeraden flog. Doch die Unfälle öffneten die Augen der privaten Streckenbetreiber. Im Jahr 2011 präsentierte sich die Strecke sicherer denn je. Der Streckenbelag wurde neu asphaltiert, Fangzäune wurden um die gesamte Strecke installiert und auch Safer Barriers wurden bei den inneren Mauern installiert.

Dadurch das jede Kurve eine andere Konfiguration hat, ist das Setup der Fahrzeuge so wichtig wie auf keiner anderen Strecken. Natürlich muss man auf eine Kompromissabstimmung des Wagens ausweichen, da man in keiner Kurve perfekt auf der Straße liegen wird. Grob gesagt: Man muss ein gutes Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Abtrieb finden, damit man besonders durch Turn 2 („tunnel turn“) gut heraus kommt.

Am besten konnte dies Gibbs Pilot Denny Hamlin in der Vergangenheit lösen. Gleich in seinem ersten Sprint Cup Jahr (2006) konnte er beide Pocono Rennen des Jahres gewinnen, wie auch jeweils ein Rennen im Jahr 2009 und 2010. Doch der „Setup-Vorteil“ verfiel, als die Strecke 2012 einen neuen Asphalt bekam, doch ob das nachhaltig so bleiben wird, muss sich erst noch zeigen. Einer der letztjährigen Sieger war nämlich sein Ex-Teamkollege Joey Logano der durch ein nettes „Bump & Run Manöver“ Mark Martin von der Führung schob und anschließend in die Victory Lane zog, ganz im Stile von Jeremy Mayfield gegen Dale Earnhardt Sr. Wie sich der nun jetzige Ford Penske Pilot schlagen wird muss man abwarten, doch im letzten Jahr konnte er eindeutig zeigen das man mit ihm nun in Pocono rechnen muss.

So natürlich auch mit Pocono-Spezialist Jeff Gordon, der neben seinem Sieg aus dem letzten Jahr weitere fünf Siege vorweisen kann. Zwar verlief die Saison bisher noch nicht so rosig, doch einen Aufschwung kann man auf jeden Fall in den letzten Wochen verweisen. Durch den dritten Platz in Dover von letzter Woche hat man bestimmt neuen Optimismus geschöpft und in Pocono konnte man bisher immer angreifen. Für mich persönlich ist Gordon ein Geheimfavorit. So auch sein Hendrick Motorsports Teamkollege Jimmie Johnson der mit zwei Siegen und etlichen Top 5`s mit zu den besten in Pocono gehört. Das er mit zu den Favoriten gehört, muss man glaub ich nicht erklären.

Mit zu den Favoriten gehört auch Stewart / Haas Racing, speziell Tony Stewart. Man hat vor einigen Tagen hier in Pocono getestet und durch Stewart’s Sieg ordentlich an Momentum getankt. Auch der Fakt das Pocono mit die beste Strecke für Tony Stewart ist, lässt die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Saisonsieg erhöhen. Man darf gespannt sein! Doch alles in allem ist Pocono immer noch ein kleines Fragezeichen nach der Asphaltierung und besonders jetzt durch das Gen6. Unterm Strich kann man aber denke ich sagen, dass Joe Gibbs Racing und Hendrick Motorsports den Ton angeben wird.

Die statistischen Top 10 aller Rennen:

  1. Jimmie Johnson – 9,0
  2. Jeff Gordon – 10,2
  3. Denny Hamlin – 10,7
  4. Mark Martin – 11,1
  5. Tony Stewart – 11,3
  6. Ryan Newman – 12,4
  7. Carl Edwards – 13,2
  8. Kevin Harvick – 14,1
  9. Matt Kenseth – 14,3
  10. Brad Keselowski – 14,5

Die statistischen Top 10 der letzten zwei Rennen (Neuasphaltierung):

  1. Tony Stewart – 4,0
  2. Clint Bowyer – 7,0
  3. Mark Martin – 7,0
  4. Joey Logano – 7,0
  5. Carl Edwards – 9,0
  6. Jimmie Johnson – 9,0
  7. Ryan Newman – 9,0
  8. Jeff Gordon – 10,0
  9. Paul Menard – 10,0
  10. Brad Keselowski – 11,0

Entry Liste

  • 43 Wagen sind gemeldet, keine großen Veränderungen:
    • #19: Jason Leffler für Mike Bliss
    • #51: AJ Allmendinger für Regan Smith

Wetter

Wie immer ist das Wetter in der Pampa von Long Pond sehr, sehr wechselhaft und nass. Für heute (Freitag) ist die Regenwahrscheinlichkeit mit 80% beziffert, während es am Samstag und Sonntag trocken bleiben soll. Dort besteht nur eine 10% Regenwahrscheinlichkeit. Für genauere Wetterinformationen verfolgt ihr am besten die Prognosen von Brian Neudorff.

Sonstiges

  • MotorvisionTV sendet das Rennen wieder Live
  • TV-Programm findet ihr hier.
 

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