Harvick siegt, Montoya im Pech

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Kevin Harvick hat das 400 Runden Rennen in Richmond für sich bei einem GWC Finish entscheiden können und hat die Konkurrenz alt aussehen lassen. Juan Pablo Montoya schrammte knapp an seinen ersten Oval Sieg in der NASCAR vorbei.

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nascar.com

„Mr. Where Did He Come From“ hat wieder zugeschlagen. Kevin Harvick konnte sich in der entscheidenden Phase gegen seine Konkurrenten durchsetzen und durfte somit in der vergangenen Nacht sein ersten Punktesieg in der laufenden Saison gewinnen und das mit nur drei Führungsrunden. Doch dies war nicht die einzige Überraschung an diesem Abend, denn auch Juan P. Montoya und Kurt Busch konnten sich heute in Szene setzen und kämpften lange mit um den Sieg, besonders bei Montoya sah es sehr nach einem ersten Oval Sieg in seiner NASCAR Karriere aus.

Das Rennen begann relativ ruhig und Polesitter Matt Kenseth konnte von Runde 1 an das Rennen dominieren in der die Konkurrenz zunächst keine Chance hatte die #20 von Joe Gibbs Racing aufzuhalten, doch je später der Abend wurde desto mehr Fahrer stritten sich um den Sieg. Auch Clint Bowyer war 113 Runden lang an der Führung, sowie Kenseths Teamkollege und haushoher Favorit Kyle Busch mit 40 Runden.

Die besten Siegchancen hatte dann allerdings jemand ganz anderes. Juan Pablo Montoya konnte über 67 Runden lang führen und blieb cool als Kurt Busch und Kevin Harvick, beide mit frischen Reifen aus der vorletzten Caution, von hinten näher kamen. Es sah alles danach aus als könnte der Kolumbianer sich zu seinem ersten Sieg auf einem Oval verwalten, wurde dann allerdings durch eine Caution fünf Runden gestoppt und er wusste genau das das nichts gutes bedeuten sollte wie man seiner Reaktion im Wagen nachvollziehen konnte. Auslöser war Brian Vickers der in einem völlig zerdepperten Wagen mit Kampfspuren in der Mauer landete.

Es stand also ein Green-White-Checkered Finale an in der man sich nun entscheiden musste ob man in die Pit geht, oder nicht. Frische Reifen sind gute zwei Sekunden schneller gewesen, doch lohnt sich das bei nur zwei Runden? Jeff Burton, Jamie McMurray, AJ Allmendinger, Carl Edwards und Tony Stewart sahen das nicht so; sie blieben draußen. Alle anderen bekamen neue Goodyear Reifen. Spannend war nun was besser ist: Trackposition oder zwei Sekunden schnellere Reifen? Die Antwort bekamen wir wenig später eindrucksvoll zu sehen. Kevin Harvick schaffte es irgendwie sechs Wagen innerhalb zwei kurzer Runden zu überholen und durfte anschließend in die Victory Lane fahren.

Hinten ging es aber ebenso zur Sache. Kurt Busch und Tony Stewart bekappelten sich ein wenig bei dem Restart und dies ließ Stewart wieder dazu verleiten ein wenig, nunja, weinerlich zu sein. Kurt Busch verpasste dem drei maligen Champion ein „bump & run“, was nun nicht sonderlich schlimm auf einem Short Track und GWC Finish ist, so das Stewart am Ende nur auf dem 18. Platz landete. Stewart verpasste Kurt Busch nach Rennende ein paar Stoße, ebenso Kurt Busch. Die beiden haben übrigens schon eine Vergangenheit, siehe hier. Die Top 5 rundeten Clint Bowyer, Joey Logano, Juan P. Montoya und Jeff Burton ab.

Bei Hendrick Motorsports lief es sehr durchwachsen. Jeff Gordon fiel früh sehr weit nach hinten zurück, konnte sich aber in den letzten Runden wenigstens noch auf einen elften Platz zurückkämpfen, direkt hinter Dale Earnhardt Jr. der ebenfalls blass blieb, aber im finalen Restart noch einige Positionen gut machen konnte. Johnson kam als 12. ins Ziel, nachdem er in eine Unfall mit Stewart involviert war. Kasey Kahne musste eine bittere Nacht verdauen. Ähnlich wie Gordon fiel er früh weit aus den Top 5 hinaus und kämfpte mit einem stark untersteuernden Wagen. In Runde 339 war er dann auch noch in einem Unfall mit Mark Martin involviert. Am Ende kam er als 21. ins Ziel.

Nach einem guten Start konnte Joe Gibbs Racing ebenfalls wenig anrichten. Matt Kenseth und Kyle Busch verloren am Ende jede Menge an Boden und kamen „nur“ als siebter und 24. ins Ziel. Brian Vickers, der Hamlin ersetzte, fuhr ebenfalls früh in den Top 5 mit endete aber, wie oben schon erwähnt, in der Mauer und wurde lediglich 35. Schade für ihn, nach den guten Leistungen aus den letzten Rennen.

Statistiken

[hide-this-part morelink=“Führungsrunden“]

  1. Matt Kenseth – 140
  2. Clint Bowyer – 113
  3. Juan Montoya – 67
  4. Kyle Busch – 40
  5. Kurt Busch – 37
  6. Jeff Burton – 7
  7. Kevin Harvick – 3

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[hide-this-part morelink=“ Schnellste Pit Crew“]

  1. #20 von Joe Gibbs Racing – 39,375
  2. #42 von Earnhardt/Ganassi – 39,711
  3. #15 von Michael Waltrip Racing – 39,761
  4. #22 von Penske Racing – 39,829
  5. #78 von Furniture Row – 39,853

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[hide-this-part morelink=“Sonstiges“]

  • 11 Cautions für 75 Runden
  • Rennzeit: 3h 18min 17sek
  • Durchschnittsspeed: 92,141mph
  • 10 Führungswechsel
  • 5 DNF’s (Bliss, Ambrose, McDowell, Brian Keselowski, Joe Nemechek)

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Meisterschaft

Jimmie Johnson konnte seine Führung nun auf 43 Punkte ausbauen. Sein neuer Verfolger ist Roush Fenway Pilot Carl Edwards, nachdem Kasey Kahne durch seinen 21. Platz auf Platz 3 in der Meisterschaft punktgleich mit Earnhardt Jr. 46 Punkte zurückliegt. Die Top 5 komplettiert Clint Bowyer. Die gesamte Tabelle findet ihr hier.

Nächste Woche geht es dann nach Talladega, wo das zweite von vier Superspeedway Rennen ansteht. Eine ausführliche Vorschau findet ihr wie gewohnt im Laufe der Woche.

 

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