Carl Edwards gewinnt in Phoenix!

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carlAm vergangenen Sonntag wurde das neue Gen6-Auto auf ein Ein-Meilen-Oval losgelassen, genauer gesagt auf das in Phoenix, Arizona. Da es auf diesem Typus Strecke bisher keine Tests gab, waren alle Beteiligten und auch die Fans sehr gespannt, wie sich das Subway Fresh Fit 500 entwickeln würde.

Mark Martin fuhr dem Feld in der Anfangsphase von der Pole aus davon, schon nach der ersten Runde hatte er einen beachtlichen Vorsprung herausgefahren. Er hielt die vordere Position so lange, bis in einer der ersten Gelbphasen die ersten Strategiespiele starteten und einige Verfolger, im Gegensatz zur Spitze um Mark Martin, nicht an die Box gingen. So kam Juan Pablo Montoya zu einigen Führungsrunden. Martin konnte im Verkehr kaum Boden gut machen und fiel durch einen außerplanmäßigen Stop unter Grün sogar kurzzeitig aus der Führungsrunde, konnte sich aber mittels Lucky Dog und Strategie wieder in die Führungsgruppe kämpfen.

Das Rennen in Phoenix wurde duch insgesamt 8 Cautions unterbrochen, die meisten davon ausgelöst durch Reifenschäden vorne Rechts, unter anderem erwischte es so auch die Teamkollegen Ryan Newman und Danica Patrick, die beide nach dem Einschlag in die Mauer aufgeben mussten.

Zwischendurch führte mal Dale Earnhardt Jr. das Rennen an, und zwar so lange, bis er beim Pitstop von Carl Edwards überholt wurde. Von da an diktierte der Ford-Pilot das Tempo. Da das Überholen extrem schwierig war, konnte ihm kaum ein Fahrer mehr gefährlich werden; alles sah nach einem sicheren Sieg aus. Das Benzin war zwar bei allen knapp, aber noch gerade so ausreichend bis zum Ziel. Doch wenige Runden vor Rennende kam nochmal Gelb, und durch die daraus resultierende Rennverlängerung kam es noch zu einem echten Benzinpoker, denn die Spitze blieb geschlossen draußen.

Hinter Edwards befanden sich Johnson, Keselowski und Hamlin beim Restart, die er alle hinter sich lassen konnte. Hamlin, der die „Abkürzung“ im Dogleg nutzte, konnte in der letzten Runde an Keselowski und Johnson vorbeigehen, letzterem musste er sich aber doch noch in einem Fotofinish geschlagen geben. Das Benzin reichte bei allen Führenden übrigens gerade so aus, es blieb niemand mehr auf den letzten Metern liegen.

Edwards gewinnt also in Phoenix und beendet damit eine 70-Rennen lange Durststrecke, sein letzter Sieg war in Las Vegas 2011, also der Strecke, auf der nächste Woche gefahren wird. Zweiter wurde Jimmie Johnson, der es nur knapp nicht geschafft hat, die beiden ersten Saisonrennen für sich zu entscheiden. Dritter wurde Hamlin, vierter Sprint-Cup-Champion Keselowski, dahinter kam Dale Earnhardt Jr. ins Ziel. Somit sind alle drei Hersteller auf den ersten drei Plätzen vertreten, schön! Der Dominator der Anfangsphase, Mark Martin, rutschte auf Platz 21 ab.

Das erste „richtige“ Gen6-Rennen ist also vorbei, ein erstes vorsichtiges Fazit über das neue Auto wird man aber erst nächste Woche ziehen können, wenn das Rennen auf dem 1,5 Meilen langen Las Vegas Motor Speedway vorbei ist. In Phoenix war das Überholen schwierig, was durch die geringe Überhöhung aber auch in der Natur der Strecke liegt. Ob die Reifenschäden auch an der Strecke lagen, oder am Auto in kombination mit den neuen, weicheren Goodyear-Reifen, bleibt abzuwarten. Und nicht zuletzt die Frage, welche Fahrer, welche Teams und welche Hersteller mit dem neuen Auto am besten zurecht kommen, kann noch nicht beantwortet werden. Es wird also spannend in Las Vegas. Das Rennen findet am kommenden Sonntag statt und wird wieder von Motorvision live übertragen.

 

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