Vorschau – Subway Fresh Fit 500 in Phoenix 2013

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[Aufgrund Probleme mit der Seite bisschen zu spät :D, nur für die Vollständigkeit]

Vom Strand in die Wüste! Nach den Daytona Speedweeks geht es eigentlich erst jetzt so wirklich los und man darf gespannt sein wie das Racing mit dem Gen6 in Phoenix aussehen wird. MotorvisionTV sendet das Rennen wieder Live.

https://i0.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/a/a3/Subway_Fresh_Fit_500.jpg/220px-Subway_Fresh_Fit_500.jpg?resize=220%2C103Die aufregenden Speedweeks in Daytona sind schon wieder Geschichte und der Sprint Cup Tross fährt zur nächsten Station: In die Wüste von Arizona, nach Phoenix! Die Saison beginnt offiziell schon in Daytona, doch nun geht die Saison so richtig los, wenn man am Sonntag auf dem Short Track fährt und etwas normalere Verhältnisse als beim Daytona 500 hat. Doch wie wird sich das Racing mit dem Gen6 in Phoenix entwickeln und welches Team / Hersteller kann sich am besten behaupten?

„Erst“ seit 1988 gastiert die NASCAR in Avondale, Arizona auf dem Phoenix International Raceway welches Alan Kulwicki damals gewann. In all den Jahren hat sich die Strecke ein bisschen verändert und wurde zuletzt im Sommer 2011 umkonfiguriert. Nun hat die Strecke ein variables Banking mit 9° innen und 10° außen und sorgte dafür das das überholen ein bisschen einfach geworden ist, als vor der Rekonfiguration. Da auch die Kurven einen unterschiedlichen Radius haben, müssen die Teams einen Kompromiss eingehen, ähnlich wie in Pocono oder Darlington nur nicht so extrem. Dadurch das der Kurvenradius von Turn 1 vergrößert wurde, muss der ‚dogleg‘ (Turn 2) nun ebenfalls anders angefahren werden und ist eigentlich nun schon eine richtige Kurve geworden. Durch das zusätzliche Entfernen des Rasens an der Innenseite der Strecke, kam es schon häufiger zu Situationen, in denen man den Atem anhielt, da die Piloten gerne den gesamten Apron benutzen um ein Überholmanöver zu tätigen, was legal ist da es keine doppelte Linie wie auf den Superspeedways gibt.

In diesem Jahr gab es keine weiteren Veränderungen und man darf sich auf ein, hoffentlich, spannendes Rennen auf dem genau 1 Meile langen Raceway freuen der dieses Wochenende viele Fragen beantworten könnte. Wie kommen die Fahrer mit dem Wagen zurecht? Wird es genauso schwierig werden wie in Daytona zu überholen? Und welches Team oder sogar ein ganzer Hersteller hat eventuell einen Vorsrpung gegenüber den anderen? Jeder einzelne tappt im Ungewissen: NASCAR, Hersteller, Teams, Fahrer und wir Fans. All diese Fragen werden wir uns bis in den Sommer wahrscheinlich noch vor jedem Wochenende stellen und werden wahrscheinlich immer wieder Überrascht sein, wie man es 2008 bei der Einführungs des CoT’s war. „Damals“ gab es lediglich zwei Teams die den Wagen früh verstanden haben und auch die Rennen entsprechend dominiert haben: Joe Gibbs Racing und Hendrick Motorsports. Ob es so eine Situation dieses Jahr ebenfalls gibt muss man abwarten, doch ganz so drastisch wie 2008 wird es meiner Meinung nach nach nicht sein, da der Wagen nicht komplett neu ist und im Vorfeld viel mehr getestet worden ist.

Auch Goodyear tappt immer noch im Dunkeln. Hat man sich nach der Rekonfiguration schwer getan, macht das Gen6 es dieses Jahr nicht leichter, was für uns allerdings nur gutes bedeutet da das Racing deutlich besser ist wenn die Reifen nicht perfekt sind. Außer einem Test im Oktober hat Goodyear keinerlei Daten für das Gen6 auf dem Streckentyp und man darf gespannt sein, wie die Teams damit zu Recht kommen. Doch welches Team kann dieses Wochenende all die „Probleme“ am besten lösen?

Blicken wir zunächst ins Chevrolet Lager, denn diese haben in den letzten 10 Rennen insgesamt siebenmal gewonnen und sind somit Vorreiter bei den Herstellern. Auch die ersten Eindrücke nach den tests im Winter auf den flachen Ovalen deutet darauf hin, dass Chevrolet neben Toyota die etwas stärkeren Motoren haben, während Ford eher auf den 1,5 Meilen Ovalen zum Zuge kommen könnten. Das stärkste Team wird sehr wahrscheinlich wieder Hendrick Motorsports werden. Nach dem Doppelsieg in Daytona ist das Momentum besonders bei Jimmie Johnson vorhanden und dieser ist eine regelrechte Bank auf dem Phoenix Intl. Raceway. Mit vier Siegen und einer Durchschnittsplatzierung von 5,6 ist er einer der, statistisch gesehen, stärksten Fahrer im Feld und für mich auch der Topfavorit auf den Sieg am Sonntag. Somit könnte er den „back-to-back“ Triumph (im ersten und zweiten Saisonrennen siegen) nach Matt Kenseth 2009 ebenfalls feiern. Doch auch seine Teamkollegen sind in Phoenix keine Unbekannten und jeder von ihnen hat schon einmal gewonnen, zuletzt Kasey Kahne im ersten Rennen nach der Rekonfiguration im Red Bull Toyota. Jeff Gordon und Dale Earnhardt Jr. haben jeweils zwei Siege auf dem Konto und ich sehe kein Grund wieso sie nicht am Wochenende vielleicht einen dritten feiern könnten. Ich sehe alle vier Piloten mit Chancen für die Top 5!

Bei Stewart / Haas Racing könnte eventuell auch was gehen. Mit Tony Stewart und Ryan newman hat man zwei Fahrer die schonmal in Phoenix gewonnen haben, wobei Stewarts letzter und einziger Erfolg in Phoenix im Jahre 1999 war; Newman gewann 2010. Doch ein Top 10 Erfolg ist sicher drin und Stewart rechne ich sogar noch ein bisschen mehr zu im Vergleich zu Ryan Newman. Danica Patrick hat nun die Chance sich auch auf einem flachen Oval zu beweisen, doch in Phoenix sehe ich sie eher in den Top 20, dass gute Material wird ihr sicherlich helfen. Bei Richard Childress Racing hat man mit Kevin Harvick den Sieger aus dem letzten November Rennen im Team und nach dem frühen Ausfall in Daytona wird man noch härter arbeiten als sonst, doch man muss abwarten wie das Material sein wird, in der Vergangenheit war es eher durchwachst…

Auch bei Toyota hat man zwei starke Teams, die durchaus Siegchanchen haben in dieser Woche. Zu einem Michael Waltrip Racing mit Clint Bowyer, Mark Martin und Martin Truex Jr. die alle durchaus in die Top 10 fahren können, doch auch hier muss man abwarten wie das Material sein wird. Doch anhand der Performance vom letzten Jahr ist sicherlich viel drin, gleiches gilt für den Rivalen Joe Gibbs Racing die mit Denny Hamlin, Kyle Busch und Matt Kenseth ein sehr starkes Lineup haben. Allen dreien traue ich einen Sieg oder zumindest eine Top 5 Platzierung zu.

Bei Ford wird es spannend zu sehen sein, ob der Wechsel zum Gen6 der schwachen Performance der letzten Jahren auf den kurzen Strecken zu einem Aufschwung verhilft. Der letzte Phoenix Sieg liegt drei Jahre zurück, welches Carl Edwards gewann. Dieser wird froh sein das die Speedweeks nun endlich vorbei sind, denn fünf Unfälle innerhalb einer guten Woche ist schon ein Meisterstück, wobei man sagen muss das er nicht oft der Schuldige war. Allerdings rechne ich ihm und seinen beiden anderen Teamkollegen (Biffle, Stenhouse Jr.) an diesem Wochenende nicht all zu viel zu, dafür war der Motor in den letzten Jahren einfach zu schwach. Aber wie gesagt, jeder tappt im Ungewissen und alles kann ganz anders kommen wie man es vermutet.

Entry Liste

Die Entry Liste ist ein wenig enttäuschend, obwohl es eigentlich recht klar war das es soweit kommt. Lediglich 43 Wagen sind für dieses Wochenende gemeldet und somit muss niemand eine Rückreise antreten. Wieder dabei ist die #95 von Scott Speed und der Leavine Familie und werden versuchen mit einem schwarzen Wagen, der einen Totenkopf auf der Haube hat, für Aufsehen zu sorgen und einen Sponsoren für weitere Rennen zu finden. Das sehr gute Daytona Ergebnis mit Platz 23, für die Verhältnisse des kleinsten Teams, hat dem Team finanziell sicherlich gut getan, aber auch für die Motivation. Die #98 mit McDowell die für viel Aufsehen gesorgt haben nach einem neunten Platz in Daytona sind diese Woche überraschend nicht dabei, da das Gen6 für diesen Streckentyp noch nicht so weit sei.

Auch AJ Allmendinger wird wieder zu sehen sein. Er ersetzt Regan Smith an diesem Wochenende in der #51 von Phoenix Racing und wird zum ersten Mal im Gen6 sitzen, ansonsten sind nur Veränderungen in der #32 (Ken Schrader für Terry Labonte) und #33 (Landon Cassill für Austin Dillon) zu vermelden.

  • 43 Wagen
    • 18 Chevrolets
    • 14 Fords
    • 11 Toyotas

Sonstiges

  • MotorvisionTV sendet Live mit den Kommentatoren Mario Fritzsche und Stefan Heinrich.
  • TV Programm
  • Wetter: Sonnig, 0% Regenwahrscheinlichkeit
  • 500 Kilometer (310 Meilen)

 

 

 

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