Vorschau 2013 – Die Teams #2

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Nachdem wir uns im ersten Teil um die Mittelfeld Teams gekümmert haben, sind nun im zweiten Teil die Topteams des Sprint Cups dran. Über welches Team führt der Titel und welche Veränderungen gab es?

Nun kommen wir zum zweiten Teil unserer Vorschau auf die Teams und diesmal sind die Topteams dran. Wir blicken auf den Titelverteidiger ‚Penske Racing‘ und deren Verfolger ‚Hendrick Motorsports‘, ‚Michael Waltrip Racing‘, ‚Joe Gibbs Racing‘, ‚Roush Fenway Racing‘, ‚Richard Childress Racing‘ und dem „Zwischending Team“ ‚Richard Petty Motorsports‘! Vielen Dank an @SterlaRacing für die ‚car-render‘ und viel Spaß beim lesen! (Falls ihr Teil 1 noch nicht gelesen haben solltet, dann klickt doch hier)

Penske Racing

Wer hätte gedacht, dass Penske Racing es tatsächlich schaffen kann den Sprint Cup Titel zu holen? Viele Jahre lang war das Traditionsteam nur im guten Mittelfeld unterwegs, doch mit Brad Keselowski konnte man 2010 und 2011 einen Aufschwung verzeichnen, um 2012 dann endlich den ersten NASCAR Titel im Cup zu feiern. Man gab schon während der Saison an, dass man in diesem Jahr mit Ford Motoren fahren wird und man somit den Rücktritt seitens Dodge aus der NASCAR unterschrieb. Ich persönlich bin skeptisch ob das der richtige Schritt war. Mit Dodge hatte man einen Hersteller der sich voll und ganz auf Penske konzentrierte, während man nun nur die zweite Geige hinter Roush Fenway Racing bei Ford spielt, da man die Motoren von Roush bezieht.
Zumal die Ford Motoren nicht das gelbe vom Ei sind. Sie sind zuverlässig, aber nicht konstant. Während man auf den Superspeedway in Daytona und Talladega dominierte, gurkte man auf den Short Track im Mittelfeld rum. Das kann dieses Jahr natürlich anders werden, aber ich denke dennoch das es der falsche Schritt seitens Penske war.

Mit Joey Logano hat Penske Racing einen gewagten, aber guten Schritt getan. Ein neues Umfeld wird Joey Logano gut tun und man könnte es als einen Neustart für den 23-jährigen bezeichnen. Joe Gibbs Racing holte ihn zu früh aus der Nationwide und man schmiss ihn ins kalte Wasser des Sprint Cups. Ich denke mal, dass Joey Logano eine deutlich bessere Leistung zeigen wird als er es bei Gibbs getan hat und mit Keselowski nun ein Champion an seiner Seite hat, der ebenfalls noch jung ist. Auch für Keselowski wird es ein Vorteil sein, da er sich nun wieder vernünftig mit seinem Teamkollegen beratschlagen kann, was er während der letzten Saison nicht tun konnte. Die Gründe wissen wir ja alle. Ich persönlich bin richtig gespannt wo Penske Racing am Ende des Jahres liegt. An eine Titelverteidigung glaube ich nicht, aber man sollte niemals Nie sagen.

Blick auf das Team:

  • Fahrer:Brad Keselowski
    • Wagen: Ford Fusion #2
    • 2012 Sprint Cup Champion
    • Crew Chief: Paul Wolfe
  • Fahrer:Joey Logano
    • Wagen: Ford Fusion #22
    • Crew Chief: Todd Gordon

 

 

 

Hendrick Motorsports 

Auch letztes Jahr war Hendrick Motorsports mit Abstand eines der besten Teams im Sprint Cup. Man hat alle vier Wagen in den Chase gebracht und drei davon platzierten sich am Ende in den Top 10; ähnliches darf man, nein, muss man dieses Jahr wieder erwarten und ein Titelgewinn seitens Hendrick Motorsports wäre natürlich drin. Zwar kann man durch das neue Gen6 keine genauen Prognosen wagen, aber ich persönlich denke mal das Hendrick Motorsports damit am wenigsten Probleme haben wird. Die besten der besten, sowohl auf der Fahrer Seite als auch in den Pit Crews arbeiten in diesem Team und man hat genug Satellitenteams die Daten sammeln.
Auch dieses Jahr erwarte ich Jimmie Johnson und Kasey Kahne als die stärksten Piloten innerhalb des Teams ein, da dies die Fahrer sind die viel Gespür für das Einstellen des Wagens (mithilfe derer Crew Chiefs, Chad Knaus bzw. Kenny Francis) mit sich bringen und wo ich denke, dass die beiden damit am wenigsten Probleme haben werden. Aber natürlich auch Jeff Gordon, der viel Erfahrung hat und auch schon einige Wagenwechsel miterlebt hat. Bei Dale Earnhardt Jr. weiß man nie so wirklich was als nächstes passiert. Da kann man am besten einfach nur abwarten.
Hendrick Motorsports ist für mich persönlich wieder klar der Favorit auf den Titel, stimmt ihr mir zu?

Blick auf das Team:

  • Fahrer: Kasey Kahne
    • Wagen: #5, Chevrolet SS
    • Crew Chief: Kenny Francis
  • Fahrer:Jeff Gordon
    • Wagen: #2, Chevrolet SS
    • 1994, 1997, 1998, 2001 Sprint Cup Champion
    • Crew Chief: Alan Gustafson
  • Fahrer:Jimmie Johnson
    • Wagen: #48, Chevrolet SS
    • 2006, 2007, 2008, 2009, 2010 Sprint Cup Champion
    • Crew Chief: Chad Knaus
  • Fahrer:Dale Earnhardt Junior
    • Wagen: #88, Chevrolet SS
    • Crew Chief: Steve Letarte

 

 

 

 

 

 

Michael Waltrip Racing

Das Überraschungsteam des Jahres 2012. Vor einigen Jahren noch verspottet, entwickelte sich MWR zu einem Titelaspiranten holten schließlich den Vizetitel mit Clint Bowyer. Auch Martin Truex Jr. konnte sich für den Chase qualifizieren, verlor aber seine Konstanz und wurde am Ende „nur“ elfter. Mark Martin beendete die Saison als 26., aber er fuhr nur 24 von 36 Rennen, lieferte aber eine grandiose Leistung ab. Am Ende standen ihm vier Poles und 10 Top Tens zu Buche.
2013 wird für Michael Waltrip Racing ein entscheidendes Jahr: Kann man die Performance halten oder verschwindet man wieder ins Mittelfeld? Ich persönlich bin davon überzeugt das man die Leistung mehr oder weniger halten wird, da es überhaupt keine Veränderungen in den Teams in der Offseason gab, was immer ein gutes Vorzeichen für Saisonstarts ist. Die #55 wird wieder von zwei Piloten gefahren, wie es letztes Jahr schon der Fall war. Die Piloten werden Mark Martin und Brian Vickers sein. Martins Vertrag läuft 2014 aus und Brian Vickers wird den Wagen dann höchstwahrscheinlich übernehmen, aber das ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Blick auf das Team:

  • Fahrer: Clint Bowyer
    • Wagen: #15, Toyota Camry
    • Crew Chief: Brian Pattie
  • Fahrer:Mark Martin / Brian Vickers
    • Wagen: #55 , Toyota Camry
    • Crew Chief: Rodney Childers
  • Fahrer:Martin Truex Jr.
    • Wagen: #56, Toyota Camry
    • Crew Chief: Chad Johnston

[von den anderen Wagen haben wir noch kein Render]

 

 

Roush Fenway Racing

Fords Nummer 1 hatte sowohl ein gutes, wie auch ein schlechtes Jahr hinter sich. Greg Biffle fand den Weg auf die Erfolgsspur zurück und führte sogar mehrere Wochen im Sommer die Meisterschaft an, ehe die Perforamnce im Chase zusammenbrach. Auch Matt Kenseth, der nun für Joe Gibbs Racing fährt, fuhr eine gute Saison und wurde zum zweiten Mal Daytona 500 Champion, aber auch für ihn sollte es im Chase nicht so wirklich hinhauen. Für Carl Edwards war die Saison allerdings nur zum vergessen, nachdem er 2011 die Meisterschaft  im letzten Rennen verlor. Man darf gespannt sein, was man von ihm sehen kann in dieser Saison und ob er wieder in alter Stärke da sein wird, den Vizefluch hat er jedenfalls tapfer überstanden.
Die wichtigste Veränderungen ist natürlich im Fahrer Line Up für 2013 zu entdecken. Nachdem Langzeit-Roush Fahrer Matt Kenseth zu Joe Gibbs Racing wechselte, wird Ricky Stenhouse Jr. dieses Jahr sein Erbe antreten und die #17 übernehmen und wird um den „Rookie of the Year“ Award mitkämpfen. All zu Großes sollte man von ihm in diesem Jahr allerdings noch nicht erwarten, außer Klatsch-Schlagzeilen. Doch ich denke, dass sich der zweimalige Nationwide Series Champion gut machen wird und in den nächsten Jahren sicherlich auch um die Chase Qualifikation mitfahren wird, dieses Jahr ist aber denke ich noch zu früh für den Chase.

Blick auf das Team:

  • Fahrer:Greg Biffle
    • Wagen: #16, Ford Fusion
    • Crew Chief: Matt Pucia
  • Fahrer:Ricky Stenhouse Jr.
    • Wagen: #17, Ford Fusion
    • Crew Chief: Chad Norris
  • Fahrer:Carl Edwards
    • Wagen: #99, Ford Fusion
    • Crew Chief: Jimmy Fennig

Stewart / Haas Racing

Nachdem man 2011 mit Owner Tony Stewart den Titel gewinnen konnte, war die 2012er Saison wieder ruhiger. Man konnte einige Siege mit Tony Stewart und Ryan Newman feiern, doch letztendlich blieb der große Erfolg aus. Stewart kam in den Chase und beendete das Jahr als neunter, während Newman den Chase ganz verpasste. Dieses Jahr kommt „Verstärkung“ mit dem Namen Danica Patrick, die ein dritten Wagen für Stewart / Haas Racing mit der Nummer 10 steuern wird. Sie verzichtet auf die Owner Points und wird sich somit für jedes Rennen in dieser Saison qualifizieren müssen.
Mit Stewart hat man sicherlich wieder einen Kandidaten der um die Meisterschaft mitfahren kann, während man bei Newman hoffen darf das er sich für den Chase qualifizieren kann. Für Danica Patrick gilt es weiterhin Erfahrung zu sammeln und hat sicherlich nur auf den Superspeedways eine Chance auf den Rennsieg.

Blick auf das Team:

  • Fahrerin:Danica Patrick
    • Wagen: #10, Chevrolet SS
    • Crew Chief: Tony Gibson
  • Fahrer:Tony Stewart
    • Wagen: #14, Chevrolet SS
    • Crew Chief: Steve Addington
  • Fahrer:Ryan Newman
    • Wagen: #39, Chevrolet SS
    • Crew Chief: Matt Borland

(leider kein Render von Newman)

Joe Gibbs Racing

Mit Denny Hamlin hatte man letztes Jahr einmal mehr ein heißes Eisen im Titelkampf, doch auch 2012 sollte es nicht klappen. Kyle Busch hat trotz eines verpassten Chase eine gute Saison hingelegt und Fortschritte in Sachen Temperament und Agression gezeigt, so hörte man eigentlich nur „schlechte“ Schlagzeilen seines Bruders. Joey Logano konnte letztes Jahr einen überraschenden Sieg in Pocono erlangen, doch auch seine Saison blieb eher Mau und Joe Gibbs Racing hat eindeutig einen, zu seinen Vorteil, besseren Fahrerwechsel getätigt.

Ab dieser Saison wird Matt Kenseth die #20 von Joey Logano (der zu Penske wechselt) übernehmen und kann neu angreifen. Dies ist wahrscheinlich der erste und letzte Neustart für den Cup Champion aus dem Jahre 2003 und übernimmt gleichzeitig eine wichtige Rolle in seinem neuen Team ein. Er ist Champion, erfahren (41 Jahre alt, 15 Jahre Sprint Cup) und somit der älteste. Er kann Denny Hamlin und Kyle Busch vieles zeigen und die beiden kommen ein wenig von der „Teamleader“ Position weg. Alles in allem ist dieser Wechsel für alle Beteiligten gut. Für Roush Fenway, die nun Platz für neue Talente haben. Für Joey Logano der einen Neustart bei Penske wagen kann, für Joe Gibbs Racing der mehr Konstanz und Erfahrung ins Team bringt und für Kenseth selber natürlich auch. Einzig und allein für die Fans könnte es schwierig werden, die #17 von Roush Fenway Racing richtig zu deuten…

Doch was kann man von dem Toyota Team erwarten? Das das Team siegen kann, wird wohl jedem Bewusst sein und man sieht es ja auch Saison für Saison. Was wirklich fehlt ist ein Titel im Sprint Cup und das hat man bisher noch nicht erreicht. Doch alle drei Fahrer haben das Zeug dazu und deshalb ist es unheimlich spannend was für eine Performance man dieses Jahr ablegen wird. Bei Hamlin und Kyle Busch ist es immer eine Wundertüte und bei Kenseth muss man abwarten, wie er sich zu Recht finden wird. Ich persönlich denke, dass alle drei den Chase erreichen werden, doch die Meisterschaft wird zwischen anderen Teams ausgemacht.

Blick auf das Team:

  • Fahrer:Denny Hamlin
    • Wagen: #11, Toyota Camry
    • Crew Chief: Darian Grubb
  • Fahrer:Kyle Busch
    • Wagen: #18, Toyota Camry
    • Crew Chief: Dave Rogers
  • Fahrer:Matt Kenseth
    • Wagen: #20, Toyota Camry
    • 2003 Sprint Cup Champion
    • Crew Chief: Jason Ratcliff

[von Kyle Busch und Kenseth haben wir leider noch kein Car Render]

 

 

Richard Childress Racing

Das einstige Vorzeigeteam von Chevrolet, ist heute von Hendrick Motorsports abgelöst. Einzig und allein Kevin Harvick fährt konstant in den Chase doch der Titel blieb all in den Jahren aus. Jeff Burton fährt dagegen nur noch im Mittelfeld und beendete die letzte Saison auf Platz 19, Harvick auf 8. Dieses Jahr kann man durchaus als Übergangsjahr betrachten, da Harvick seinen Wechsel zu Stewart / Haas Racing im nächsten Jahr bestätigt hat und Jeff Burton höchst wahrscheinlich seine Karriere beenden wird. Mit Austin Dillon hat man schon einen Nachfolger für Harvick gefunden, aber ob man seinen Bruder Ty Dillon ebenfalls schon hoch holt ist noch nicht sicher, da Ty Dillon keine Nationwide Erfahrung hat. Mit Paul Menard hat man einen guten und konstanten Fahrer, der durchaus mal in den Chase kommen könnte. Ein Titelaspirant ist er aber nicht.
Ich erwarte dieses Jahr keine großen Leistungen, da ich denke das man den Umbruch gut vorbereiten will und ordentlich Daten sammeln wird und jede Menge Sachen ausprobieren möchte.

Blick auf das Team:

  • Fahrer:Paul Menard
    • Wagen: #27, Chevrolet SS
    • Crew Chief: Slugger Labbe
  • Fahrer:Kevin Harvick
    • Wagen: #29, Chevrolet SS
    • Crew Chief: Gil Martin
  • Fahrer:Jeff Burton
    • Wagen: #31, Chevrolet SS
    • Crew Chief: Luke Lambert

[Noch kein Render von Harvick]

 

 

Richard Petty Motorsports

Normalerweise hätte man RPM zu den Mittelfeldteams ordnen sollen, doch in 2012 schaffte man einen sehr guten Sprung, der sich dieses Jahr vielleicht auszahlen könnte. Insbesondere Aric Almirola fiel am Ende der Saison durch gute Rennen auf und auch der ehemalige V8 Supercars Fahrer Marcos Ambrose konnte seine Leistung auf den Ovalen in der letzten Saison deutlich steigern. Ambrose beendete die Saison auf 18 und Almirola auf 20, doch von Almirola erwarte ich diese Saison deutlich mehr, denn er hat Talent und viel Potenzial. Sollte das Team den neuen Wagen früh verstehen, ist der Sprung in die Top 15 mit einem Fahrer auf jeden Fall möglich.

Blick auf das Team:

  • Fahrer:Marcos Ambrose
    • Wagen: #9, Ford Fusion
    • Crew Chief: Drew Blickensderfer
  • Fahrer:Aric Almirola
    • Wagen: #43, Ford Fusion
    • Crew Chief: Todd Parott

 

 

 

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