„CoT 2.0“ – Zurück zu alten Tagen?

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Das CoT 2.0 wurde von allen drei Herstellern vorgestellt und man darf gespannt sein wie sich die Wagen optisch auf der Strecke machen. Doch wie stark werden die „neuen“ Wagen das Racing beeinflussen?

In den amerikanischen Medien wurde folgender Satz sehr gerne benutzt: „2013. Das Jahr, in der die NASCAR von selber wieder aufersteht“. Ja, so kennen wir natürlich unsere amerikanischen Freunde und deren reißerischen Worten, doch ein kleines bisschen Wahrheit steckt auch in diesem Satz.

Als das Car of Tomorrow im Jahr 2007 zum ersten Mal in ein paar ausgewählten Rennen eingesetzt wurde, war die Ernüchterung groß. Den Fans gefiel das Design nicht, den Fahrern machte das Auto weniger Spaß als das vorherige und das Racing war nicht besonders gut. Kyle Busch sagte in einem Interview in der Victory Lane (er gewann das erste Rennen mit dem CoT in Bristol) das, was jeder dachte: „The CoT sucks!“. Die Offiziellen der NASCAR mussten sich also was überlegen.

nascar.com

Jahr für Jahr veränderte sich das CoT und es entwickelte sich dann doch noch zum akzeptablen Wagen und lieferte einige gute Rennen ab. Besonders die 2011er Saison wird unvergessen bleiben, als Tony Stewart und Carl Edwards verbittert um die Meisterschaft kämpften und es am Ende nur über den Tiebreak entschieden wurde. 2012 war recht in Ordnung, doch man wird sich in 5 Jahren ganz bestimmt nicht mehr an diese Saison erinnern.

Auch das „Stock“ in „Stockcar“ kam zu kurz, was allerdings auch schon in den frühen 2000er Jahren der Fall war. Doch dieses Problem wird 2013 gelöst sein und zwar durch das „CoT 2.0“. Ein Chevrolet ist ein Chevrolet, ein Ford ist ein Ford und ein Toyota ist ein Toyota. Klar, auch dies sind keine „Stockcars“ wie sie es in den 50er-70er Jahren gewesen sind, doch diese Zeiten sind vorbei und werden nicht mehr zurückkehren. Doch kommen wir nun zum eigentlichen Thema „Wird sich das Racing verändern?“!

Was viele Fans nicht wissen, ist die Tatsache das das CoT 2.0 nicht ein kompletter neuer Wagen ist, sondern das nur die Silhouetten neu sind. Das Chassis wird das alte bleiben und wurde nur leicht überarbeitet, bzw. es wurden lediglich ein paar Rohrstangen hinzugefügt um die Sicherheit bei Unfällen zu erhöhen. Diese Tatsache bedeutet wiederum aber nicht, dass es keine Veränderungen geben wird. Das es Veränderungen im Bereich Racing geben wird bin ich mir ziemlich sicher, da die NASCAR die Chance wahrgenommen hat und den Wagen ordentlich testen.

Fest steht, dass der neue Bolide einige Gramm weniger wiegen wird. Unspektakulär, ich weiß. Blicken wir also zum Downforce, denn da wird es richtig spannend, da die NASCAR selber noch nicht weiß, welchen Weg sie gehen wollen. Es gibt nämlich zwei Wege die man in der Zukunft gehen kann:

  • a) weniger Downforce, Autos beginnen an zu rutschen. (evtl. mehr Zwischenfälle, aber weniger Zweikämpfe)
  • b) mehr Downforce, Autos „kleben“ auf der Strecke (weniger Zwischenfälle, mehr Zweikämpfe)

Angefangen zu testen hat man mit über 40% weniger Downforce, doch mittlerweile sei man wieder auf dem gleichen Level des CoT, sagte NASCAR Vice President of Competition Robin Pemberton. Nun gibt es noch die Möglichkeit, den Abtrieb zu erhöhen, damit die Wagen extrem stabil auf der Strecke liegen und die Fahrer so mehr Zweikämpfe eingehen könnten. Auch die Reifen würden darunter mehr leiden und schneller Grip verlieren, was ebenfalls sehr gut für das Racing wäre.

Pemberton sagte auch in dem Interview, dass man mit weniger Leistung experimentiert hat. Auch hier ist die Theorie recht einfach: Je weniger PS, desto dichter das Feld. Doch Erfolg hatte man damit nicht!

„Manche Leute mögen 100 PS weniger, andere 200 PS weniger. Manche Fahrer wollen 1000 PS… Es ist wie überall: Man kann es nicht jedem Recht machen. Wir werden das tun, was das beste für die Show ist. Nicht jeder wird glücklich sein, aber sie werden damit leben.“, so Pemberton vor ein, zwei Monaten in einem Interview mit der USA Today.

Auch Brian Vickers hatte „damals“ lobende Worte:

„[…] Es war wahrscheinlich der beste Wagen, den ich je im Verkehr (=in direkten Zweikämpfen) gefahren bin. In diesem Wagen steckt auf jeden Fall richtig viel Potenzial. Ich denke das dieser Wagen besser ist, als das aktuelle.
Ich sprach mit einigen Fahrern, die den Wagen mit weniger Leistung getestet haben, und sie haben es nicht gut gefunden. Ich persönlich denke, dass mehr Leistung besser wäre.“

Auch Jeff Gordon sprach sich gegen weniger Leistung aus, da der Wagen nicht langsamer wurde im Oval. Er würde es zwar gerne sehen, dass man den Wagen irgendwie langsamer bekommen würde, da es besseres Racing produzieren würde, doch es war nicht möglich. Aber auch er lobte die NASCAR, dass man so viele Sachen ausprobiert um es den Fahrern und Fans Recht zu machen.

Wie auch immer, man darf gespannt sein wie sich das Racing entwickeln wird und man wird es auch erst ab Ende Februar erfahren, doch die Chance das es Verbesserungen geben wird sind sehr gut und vielleicht erleben wir ja wirklich die „Auferstehung der NASCAR“ und die guten alten Tage kommen zurück…

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