Vorschau: Pensylvania 400 in Pocono 2012

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Der NASCAR Sprint Cup gastiert zum zweiten Mal in diesem Jahr in Pocono, dem 2,5 Meilen langen Oval in Long Pond. Außerdem stehen nur noch 6 Rennen bis zum Chase aus und es ist weiterhin spannend. Während die Top 10 so gut wie durch ist, bleibt der Kampf um die Wildcards erbittert.

Vor guten 8 Wochen schrieb ich in der Vorschau zum ersten Pocono Rennen, dass wenn man den Namen „Pocono“ hört, entweder gähnt oder jubelt. Doch nach dem ersten Rennen kann man getrost sagen: Die meisten haben gejubelt! Das Rennen vor acht Wochen begeisterte nicht nur größtenteils den Stammtisch sondern auch die restliche NASCAR Nation, denn die Veränderungen sind Eingeschlagen wie eine Bombe. Man verkürzte das Rennen von 500 auf 400 Meilen und der Raceway erhielt eine neue Teerdecke. Der Kampf um Platz 1 war sehr abwechslungsreich und wurde erst zwei Runden vor Schluss beendet, durch ein „bump and run“ Manöver von Joey Logano an Mark Martin. So was sieht man auch nicht mehr alle Tage und Martin sagte nach dem Rennen, dass wenn er die Chance gehabt hätte, es sicherlich noch eine Revanche, sprich einen „payback“ gegeben hätte. Darf man wieder so ein spannendes Rennen erwarten?

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Allerdings haben die NASCAR Teams nun durch das Rennen wieder Anhaltspunkte für das Setup, die man bei dem erste Rennen durch den neuen Asphalt natürlich nicht hat. So kannes passieren, dass sich das Feld nun wieder schneller Kaugummiartig auseinander zieht und Zweikämpfe wie schon in Indianapolis rar werden. Doch wollen wir mal nicht den Teufel an die Wand malen und hoffen, dass die Sprint Cup Fahrer uns wieder ein spannendes Rennen liefern und um den Sieg erbittert kämpfen. Denn dazu haben sie einen sehr guten Grund.

Der Chase rückt Näher und Näher und es sind nur noch sechs Rennen, bevor man in Chicago den Chase eröffnet. Wie oben schon geschrieben sind die Top 10 quasi durch (bis auf Kevin Harvick, Martin Truex Jr. und Clint Bowyer), da man einen guten Vorsprung auf die hinteren Fahrer hat. Das heißt also, dass für jeden Fahrer nur noch Siege zählen. Auf der einen Seite für die Top 10, da man pro Sieg 3 Extrapunkte für den Chase bekommt und auf der anderen Seite die Fahrer außerhalb der Top 10 Plätze die sich durch Siege eine der zwei Wildcards sichern können.

Momentan hat Kasey Kahne die Besten Karten im Rennen um die Wildcards. Durch die zwei Saisonsiege in Charlotte und Loudon hat er die meisten Siege außerhalb der Top 10 und hat momentan die erste Wildcard sicher, doch darauf darf man sich natürlich nicht ausruhen. Denn dahinter lauern Kyle Busch (1 Sieg, momentan die 2. Wildcard), Ryan Newman (1 Sieg), Joey Logano (1 Sieg). Dann gibt es natürlich noch fahrer wie Jeff Gordon und Carl Edwards die allerdings noch keinen Sieg auf dem Konto haben. Für Jeff Gordon kommen jetzt allerdings noch Strecken die ihm liegen wie zum Beispiel dieses Wochenende Pocono, Bristol, Watkins Glen, Atlanta und auch Richmond. Das sind alles Strecken wo er immer gut unterwegs war/ist. In den letzten Wochen blieb er vom Pech verschont und fuhr konstante Ergebnisse ein, doch das reicht nicht, er muss Siegen und das so schnell wie möglich. Man darf gespannt sein, ob es der viermalige NASCAR Champion es noch schafft oder nicht.

Zu der Strecke wurde schon in der letzten Vorschau alles gesagt und deshalb zitiere ich ausnahmsweise mal den Abschnitt:

Die Streckencharakteristik ist außergewöhnlich und einmalig! Die Strecke ist 2,5 Meilen lang und besitzt drei, unterschiedliche Kurven die alle anders zu fahren sind. Turn 1, mit 14° Banking, wurde dem Trenton Speedway nachempfunden, Turn 2 ähnelt den Kurven von Indianapolis und Turn 3, mit lediglich 8° Banking, wurde von der Milwaukee Mile geliehen. Dieses Layout sorgt dafür, dass die Sprint Cup Fahrer einen Kompromiss bei dem Setup machen müssen, weil man seinen Wagen nicht auf alle drei Kurven einstellen kann. Auch das racing leidet unter dem Layout: Das Feld zieht sich schnell wie ein Kaugummi auseinander und man sieht relativ schnell, wer den besten Wagen hat. Allerdings haben wir nun den neuen Asphalt und man muss abwarten wie es in diesem Jahr wird. Denny Hamlin spricht von Drafting und Dive-Bomb Manövern, also das schlupfen in den Kurven (Kurveneingang weit nehmen, um dann in der Mitte des Turns vorbeizukommen).

Die Favoritenfrage fällt mir persönlich wieder sehr schwer. Klar, der Sieger Joey Logano hat gute Chancen, vielleicht auch wieder Mark Martin, der das letzte Rennen auf dem zweiten Platz beendete. Doch ich tippe auf den Meisterschaftsführenden Dale Earnhardt Jr.! Der Hendrick Pilot führte das Rennen vor acht Wochen lange an und war auf einem guten Weg in die Victory Lane. „Nur“ ein Strategiefehler beendete die Party vorzeitig und statt des Sieges, kam man nur auf Position 8. Auch Tony Stewart, Jimmie Johnson, Denny Hamlin und Matt Kenseth zähle ich zu den Siegkandidaten, während ich bei Logano und Mark Martin skeptisch bleibe, ob man die Performance vom letzten Rennen halten kann. Ich bin gespannt! Doch wie seht es ihr? Votet in der Umfrage für den Fahrer, wo ihr glaubt „das ist mein Siegkandidat!“. Falls der passende Fahrer nicht dabei ist, votet für „Anderer“ und nennt den Fahrer in den Kommentaren!

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  • Der US-TV Sender ESPN überträgt wieder und das TV Programm findet ihr wie gewohnt hier.
  • Die Nationwide Series fährt in Iowa, während die Trucks in Pocono fahren (immer empfehlenswert)
www.zimbio.com

 

 

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