Vorschau: Brickyard 400 in Indianapolis 2012

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Diese Woche ist es wieder soweit und das zweit wichtigste Rennen in der Sprint Cup Saison steht an und zwar in Indianapolis, das eigentlich das zu Hause der IndyCar und dem weltberühmten Indy 500 ist! Außerdem gastiert die Nationwide Series zum ersten Mal auf dem Indianapolis Motor Speedway!

[Ja, ich weiß: Die Überschrift („Brickyard 400“) passt dieses Jahr nicht so richtig, weil Crown Royal dieses Jahr die Rechte an dem Renntitel hält. Ganz offiziell heißt das Rennen also „Crown Royal presents the Curtis Shaver 400 at the Brickyard“. Da aber fast jeder vom Brickyard 400 spricht, mache ich das auch und so ganz nebenbei: Wer will schon immer wieder den halben Roman runterleiern?]
Wie oben schon geschrieben hat sich das 400 Meilen Rennen in Indianapolis, welches seit 1994 veranstaltet wird, zum zweit wichtigsten Rennen neben dem Daytona 500 in der NASCAR entwickelt und ist somit ein echtes Highlight im Kalender.

 

Wie Jimmie Johnson in einem Interview sagte, ist das Brickyard 400 ein sehr viel schwieriges Rennen als das Daytona 500 und wer hier gewinnt ist ein ganz großer. Während man in Daytona viel Glück und einen Tandem Partner benötigt, muss man das Brickyard 400 aus völlig eigener Kraft angehen und ist fahrerisch anspruchsvoller als der Superspeedway in Daytona. Auch für die Ingenieure ist das Wochenende eine echte Herausforderung, denn Indianapolis ist ein 2,5 Meilen langes Oval mit vier gleichen Kurven – nahezu ohne Banking -, die allerdings mit sehr viel Tempo angefahren werden, denn die NASCAR fährt hier ausnahmsweise ohne `restrictor plates´ (Luftmengenbegrenzer). Gepaart mit den zwei langen Geraden entstehen hier Geschwindigkeiten bis zu 200 mph, wobei man in den Kurven wieder auf ca. 160 mph herunterbremsen muss. Hier muss man einen guten Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Abtrieb finden. Doch wer kann das am besten?

Das absolute Favoritenteam heißt an diesem Wochenende Hendrick Motorsports, die insgesamt sieben Siege auf dem Konto haben. Vier davon gehören Jeff Gordon und drei Jimmie Johnson und stehen somit ganz oben auf der Siegerliste des 400 Meilen Rennens. Die beiden erwarte ich auch in diesem Jahr wieder weit vorne, aber auch Kasey Kahne. Für Dale Earnhardt Jr. könnte es ein schwieriges Rennen werden, da ihm die Strecke nicht so wirklich liegt. Seine Durchschnittsplatzierung liegt lediglich bei Platz 21-22. Ein weiterer Top Favorit ist der aktuelle Champion Tony Stewart. Der Ex-IndyCar Fahrer kennt jeden Ziegelstein in Indianapolis aus vergangenen Tagen und war auch schon in der NASCA auf dieser Strecke erfolgreich. Insgesamt zwei mal stand er schon in der Victory Lane! Man sollte sich nicht wundern wenn „Smoke“ auch diese Woche wieder seine Donuts auf der Start/Ziel Geraden fährt…

Bleiben wir doch bei den ehemaligen Ex-IndyCar Fahrern und kommen zu Juan Pablo Montoya: Er hat 2009 und 2010 in eindrucksvoller Art und Weise gezeigt, wie man einen Sieg in Indy wegschmeißt. Er dominierte beide Jahre das Rennen um dann die Rennen in der Box zu verlieren. 2009 war er zu schnell in der Box und 2010 hatte man die falsche Strategie. Statt dessen gewann 2010 sein Teamkollege Jamie McMurray, der auch das Daytona 500 im gleichen Jahr gewann. Nun, viele meinen immer wenn man nach Indy kommt zählt Montoya zu den ganz großen Favoriten doch ich persönlich sehe dies in diesem Jahr ganz anders. Er zeigt dieses Jahr keine Leistung und fuhr erst zweimal in laufender Saison in die Top 10. Auch seine Indy Leistungen sind nicht wirklich großartig: Die Durchschnittsplatzierung liegt bei 22. Ich würde mich wundern, wenn er an diesem Wochenende vorne zu sehen sein sollte… Gleiches gilt für seinen Teamkollegen McMurray. Für Vorjahres-und Überraschungssieger Paul Menard dürfte es relativ schwer werden, seinen Sieg zu wiederholen, doch nichts ist unmöglich. Seine Leistungen dieses Jahr sind relativ konstant und er hat letztes Jahr gezeigt wie es geht, auch wenn es knapp war zwischen ihm und Jeff Gordon der ihn regelrecht gejagt hat.

Vielleicht ist es einigen schon aufgefallen: Bisher habe ich nur über Chevrolet Fahrer geschrieben und das hat auch einen guten Grund: In den letzten neun Jahren gewann immer nur ein Chevi!! Der letzte Sieg von Ford war im Jahre 1999 und der von Dodge 2002. Toyota gewann noch nie in Indianapolis. Brad Keselowski (Dodge) gilt als Geheimfavorit für mich und bei Ford dürfte Matt Kenseth gute Chancen haben, doch wenn ich um Geld wetten müsste würde ich auf Jeff Gordon setzen. Seine Durchschnittsplatzierung liegt bei Platz 9, hat vier Siege und ist zurück in der Erfolgsspur. Mitfavoriten sind Jimmie Johnson, Kasey Kahne und Tony Stewart. Das ist natürlich nur meine Meinung, wie sieht es bei euch aus? Wer ist an diesem Wochenende euer Favorit (?):

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  • Auch die Nationwide Series fährt an diesem Wochenende wieder und zwar zum ersten mal auf dem Indianapolis Motor Speedway. In den Jahren zuvor besuchte man lediglich nur den ein paar Kilometer entfernten Luca Oil Raceway (Shorttrack). Das Rennen ist am Samstag!
  • Da auch die Grand-Am an diesem Wochenende in Indianapolis fährt, muss man leider am Freitag auf NASCAR verzichten. Trainings und Qualis des Sprint Cups sind allesamt am Samstag.
  • MotorvisionTV sendet an diesem Wochenende wieder Live das Rennen und zum ersten Mal auch die Pre Race Berichterstattung von ESPN, die nun im amerikanischen TV die NASCAR Übertragung übernehmen! Somit können alle Sky Kunden schon um 18 Uhr einschalten und den Stimmen von Pete Fink und Stefan Heinrich lauschen. Allerdings gibt es noch eine weitere gute Nachricht: Der RaceBuddy auf www.nascar.com wird für alle kommenden Rennen kostenlos sein (bis auf Bristol, Richmond und Charlotte da diese von ABC übetragen werden). Allerdings sollte man noch abwarten, da man den RaceBuddy gerne mit einem Geoblock für uns sperrt.
  • Den Terminkalender für das Indianapolis Wochenende findet ihr wie gewohnt >Hier<.

 

 

 

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