Der Champion siegt in Las Vegas

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Tony Stewart hat am Sonntag das Kobalt Tools 400 auf dem Las Vegas Motor Speedway gewonnen. In den zahlreichen Restarts am Ende war er um Klassen besser als die Konkurrenz, was letztendlich den Ausschlag zum Sieg gegeben hat. Zweiter wurde Jimmie Johnson, dritter Greg Biffle.

Das Rennen auf dem 1.5 Meilen Oval wurde zunächst von Dale Earnhardt Jr. angeführt. Schnell gab es Green-Flag-Stops, das Rennen fand in einen Rhythmus, viel passierte nicht. Es gab über das Rennen verteilt immer mal wieder Debris-Cautions, die das Feld zumindest für kurze Zeit wieder zusammenführte. Wirklich interessant wurde es erst gegen Ende des Rennens: Nach einer Caution waren alle Piloten 6 bis 10 Runden im Minus, was den Sprit anging. Tony Stewart führte zu diesem Zeitpunkt bereits, er hatte bei jener Gelbphase im Gegensatz zu allen anderen zugunsten der „track position“ nur zwei neue Reifen gewählt, da sein Auto an der Spitze in der „clean air“ hervorragend lief. Beim Restart zuvor setzte er sich von Platz drei kommend phänomenal innerhalb weniger Meter an die Spitze.

Jetzt begann die Hatz gegen die Tankanzeige, gegen Tony Stewart. Eine weitere Caution im Benzinfenster gab den Piloten die Möglichkeit, den Tank nochmal aufzufüllen, um sicher ins Ziel zu kommen. Bis auf Keselowski und Bowyer nahmen auch alle Teams diese Möglichkeit wahr, allerdings gab es unterschiedliche Taktiken, was die Reifen betraf: Tony Stewart verzichtete zum Beispiel komplett auf neue Reifen, wie auch Dale Earnhardt Jr. (der kam dadurch wieder nach vorne) oder Kevin Harvick. Einige Fahrer ließen die rechte Seite wechseln, andere setzten auf vier neue Pneus.

Beim Restart verlor Keselowski, der durch den gesparten Stop führte, aufgrund einer defekten Benzinpumpe den Vortrieb und konnte erst nach Fehlersuche in der Box wieder auf die Strecke. Er wurde am Ende als 32ster mit acht Runden Rückstand gewertet. In der Folge entwickelte sich ein Kampf zwischen Stewart und Johnson, welcher zuletzt in Kansas im vergangenen Oktober in der Victory Lane stand. Weitere Cautions fielen (Kyle und Kurt Busch verloren jeweils ihre Autos und lösten Gelb aus), die damit verbundenen Restarts konnte Stewart immer wieder nutzen und wegziehen, Johnson konnte ihm zwar folgen, aber nie wirklich angreifen.

So gewann der Champion sein sechstes der letzten 14 Rennen vor Jimmie Johnson, welcher nach seinem Punktedefizit aus Daytona dringend ein solches Resultat gebraucht hat. Greg Biffle wurde, wie in Daytona und Phoenix, mal wieder dritter und führt jetzt die Gesamtwertung an. Teamkollege und Daytona-Sieger Kenseth belegte nach Mauerkuss in der Schlusspahse nur Platz 22. Dale Earnhardt Jr., der anfangs lange führte, wurde am Ende Zehnter, er belegt damit Platz vier in der Meisterschaft. Zweiter in den Standings ist nun Harvick, der in Las Vegas unspektakulär elfter wurde. Phoenix-Sieger Hamlin fuhr in Nevada auf Platz 20 und wird mit 12 Punkten Rückstand auf Rang drei in der Gesamttabelle geführt.

Nächste Woche gehts ins „Thunder Valley“ nach Bristol, TN, auf das 0.5-Meilen-Oval. Die Favoriten sind dort Bristol Dauer-Champion Kyle Busch, Jimmie Johnson, aber auch Brad Keselowski, der das letzte Rennen dort gewinnen konnte. Da auch nächstes Wochenende noch der Zeitunterschied USA-Deutschland bei nur 5 Stunden liegt, startet das Rennen schon um 18 Uhr unserer Zeit.

 

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