NASCAR Sprint Cup: Rennbericht “Wonderful Pistachios 400″

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(Richmond, Virginia) Das letzte Rennen der Regular Saison 2011 auf dem Richmond International Raceway entpuppte sich als ein wahres Crash-Fest. Am Ende behielt Kevin Harvick einen kühlen Kopf und holte sich vor Carl Edwards und Jeff Gordon seinen vierten Saisonsieg.

Wie jedes Jahr war auch heuer das letzte Rennen vor dem Chase ein extrem spannendes. Vorne an der Spitze war es vergleichsweiße Ruhig. Dort hatte zu Beginn Jimmie Johnson die Nase vorne, ehe wenig später Kevin Harvick zum ersten Mal aufblühte. Der Spätere Sieger Harvick konnte im Laufe des Abends insgesamt 201 Runden anführen und sicherte sich so natürlich auch die Bonuspunkte. Auch Jeff Gordon und Carl Edwards waren vorne mit von der Partie. Nachdem Jimmie Johnson und Kurt Busch aneinandergerieten und für Johnson nach einer weiteren Aktion das Rennen so gut wie gelaufen war, wurde klar, dass der Sieg nur über Harvick, Gordon oder Edwards gehen kann.

Jeff Gordon hatte gegen Mitte des Rennens ein paar Probleme mit der Abstimmung seines Autos, sein Crewchief konnte diese aber zum Rennende hin lösen. 23 Runden vor dem Finish übernahm dann Gordon mit abbauenden Reifen die Führung, er konnte sich anschließend etwas von Harvick absetzen. Doch die 15. Gelbphase des Abends machte alle Pläne von Gordon zunichte. Beim Boxenstopp war die Crew von Harvick etwas schneller und eroberte die Führung für ihren Fahrer. Beim anschließenden Restart hatte Jeff Gordon keine wirkliche Chance mehr, sein Auto arbeitete mit abgefahrenen Reifen besser als mit neuen. Nutznießer war Carl Edwards, der sich sofort an Gordon vorbeischob und Platz zwei hinter Harvick einnahm. Edwards versuchte zwar in den letzten Runden alles, um Harvick den Sieg streitig zu machen, doch der Kalifornier behielt die Überhand. Edwards wurde also zweiter, gefolgt von Jeff Gordon. Vierter wurde ein stark fahrender David Ragan, gefolgt von Kurt Busch.

Wo wir schon bei Kurt Busch wären. Er und Jimmie Johnson kamen sich an diesem schönen Samstagabend in Richmond ein paar Mal sehr nahe. Beim ersten Zwischenfall war Kurt Busch zu optimistisch, hatte Untersteuern in Turn 1 und drehte Johnson um. Johnson wollte sich dafür natürlich revanchieren, dies tat er auch. Doch bei seiner Aktion fügte er sich mehr schaden zu, als seinem Kontrahenten. Für Johnson war anschließend das Rennen gelaufen, er wurde am Ende auf Position 31 gewertet. Kurt Busch konnte ohne größere Beschädigung weiterfahren und erreichte einen soliden fünften Platz, nachdem er in den letzten Runden seinen Bruder Kyle Busch auf Platz sechs verwies.

Kommen wir zu Dale Earnhardt Jr. und Tony Stewart. Beide waren ja vor dem Rennen noch nicht im Chase, doch nach dem „Wonderful Pistachios 400“ können beide erleichtert aufatmen, auch wenn für beide der Abend komplett unterschiedlich verlief. Bei Stewart war alles ruhig, Smoke hatte mal wieder ein gutes Auto. Er hielt sich konstant in den Top 20 und fuhr am Schluss einen soliden siebten Platz nach Hause. Für Dale Earnhardt Jr. fing der Abend schon schlecht an. Gleich zu Beginn war er in einem Unfall verwickelt und beschädigte sich dabei die Front. Auch das restliche Rennen verlief nicht reibungslos. Ein kleines Techtelmechtel mit Travis Kvapil überstand der „Liebling der Massen“ ohne großen Schaden. Am Ende brachte Dale Earnhardt Jr. sein havariertes Fahrzeug auf Platz 16 ins Ziel. Sein größter Konkurrent im Rennen, Brad Keselowski, schaffte es immerhin auf Position zwölf. Die zweite Wildcard behält Denny Hamlin, der auch ein sehr kurioses Rennen hinter sich brachte. Die zwölf Fahrer des „Chase for the NASCAR Sprint Cup Series Championship 2011“ stehen also fest.

ServusTV machte eine klasse Arbeit! Großes Lob an dieser Stelle für die Übertragung. Gut, wie dem auch sei, die Fahrer haben jetzt ein paar Tage Pause, bevor es am kommenden Wochenende in Chicago auf dem Chicagoland Speedway ins erste Chase Rennen geht. Über dieses Rennen im Laufe der Woche dann mehr!

Results und Standings aus Richmond, Virginia

 

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