Rennbericht „Heluva Good! Sour Cream Dips at the Glen“

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Endlich hat sich Marcos Ambrose den längst überfälligen Sieg auf einem Straßenkurs in der NASCAR Sprint Cup Serie geholt. Im Rennen, welches wegen Regen am Sonntag Montag Vormittag ausgetragen wurde, war er zwar nicht der dominierende Fahrer, aber immer ganz vorne mit dabei.

 


Kyle Busch verlor nach dem Rennstart zunächst seine Pole an Allmendinger, der sich einige Zeit an der Spitze halten konnte, ehe er von Kurt Busch in Runde 9 neben die Strecke befördert wurde. Durch unterschiedliche Strategien lag Kyle Busch nach einem Viertel der Renndistanz wieder vorne, gefolgt vom Pocono-Sieger Keselowski, der freilich immernoch mit gebrochenem Knöchel unterwegs war. Die erste Gelbphase des Vormittags bescherte uns dann Greg Biffle, der Ende Gegengerade ohne Sprit ausrollte. Er wurde von einem Streckentruck zurück in die Box geschoben und konnte das Rennen so mit einigem Rückstand fortsetzen. Kurze Zeit später zwingte Mark Martin Reutimann in Kurve 1 in einen Dreher, dessen Heck dabei beschädigt wurde. Das sollte nicht der einzige und schon gar nicht der harmloseste Crash des Piloten der #00 werden…

Die nächste Gelbphase wurde von Kurt Busch in Runde 49 ausgelöst, als er mit Reifenschaden nach der Schikane geradeaus in die Reifenstapel knallte. Ihm ist dabei, ähnlich wie Hamlin, den dieses Schicksal einige Runden später in Kurve 1 ereilte, nichts passiert.Mittlerweile führte Keselowski das Rennen vor Kyle Busch an. Ungefähr 10 Runden vor dem Ende des Rennens, es führte mittlerweile wieder Busch, überholte Ambrose zunächst den zweitplatzierten Keselowski und schloss dann zur #18 auf, konnte ihn aber nicht überholen. In Runde 86 knallte Menard wegen Reifenschaden nach den Esses in die Wand und löste so eine Green/White/Checkered-Verlängerung aus.

Beim Restart verbremste sich Kyle Busch leicht in Turn 1, er, Keselowski und Ambrose fuhren 3-wide in Richtung Esses, Busch und Ambrose berührten sich leicht, Keselowski führte. Bis zur langen Rechtskurve nach der Schikane, da quetschte sich der Australier innen an der #2 vorbei und ging so in Führung. In der letzten Runde gab es dann mächtig Kleinholz: nach Turn 1 wurde David Ragan frontal in die Mauer geschoben, kam zurück auf die Strecke, traf seinen Namensvetter Reutimann, welcher sich spektakulär überschlug. Fast gleichzeitig knallte Tony Stewart in der Schikane geradeaus und traf nach seinem Ritt durchs Gras die #33 von Clint Bowyer. NASCAR warf daraufhin die gelbe Flagge, Ambrose gewann. Den Crashpiloten der letzten Runde ist allesamt dank der Sicherheitsvorkehrungen des COT nichts passiert.

Die „üblichen Verdächtigen“ auf Straßenkursen, mal abgesehen von Kyle Busch und Ambrose, waren in Glen jederzeit unauffällig untergwegs, allen voran Tony Stewart und Juan Montoya. Letzterer hielt sich wenigstens regelmäßig in den Top 10, meist Top 5 auf, während Stewart selten über Platz 10 hinauskam. Der Unfall in der letzten Runde passte also gut zum verkorksten Rennen, während Montoya immerhin einen siebten Platz einfahren konnte. Nach dem letzten Restart war er sogar kurz im Kampf mit Kyle um Platz 3, fiel dann aber wieder zurück.

In der Tabelle sieht die Situation 4 Rennen vor Beginn des Chase wie folgt aus: Tony Stewart ist jetzt „on the Bubble“ auf Platz 10, wäre also gerade so drin im Chase, allerdings hat er keinen einzigen Sieg auf dem Konto. Denny Hamlin hat auf Platz 12 deren zwei und ist somit fast sicher für den Chase qualifiziert. Auch Brad Keselowski wäre im Moment mittels Wildcard drin; er liegt mit seinem Pocono-Sieg auf Platz 14. Vorne führt jetzt Kyle Busch nach seinem dritten Platz in Watkins Glen die Tabelle an, allerdings ist er punktgleich mit Carl Edwards (aber mit mehr Siegen auf dem Konto).

Das nächste Rennen findet nächste Woche auf dem Speedway in Michigan statt, ehe dann das große Nachtrennen von Bristol live bei Servus TV über die deutschsprachigen Bildschirme flimmert.

 

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