NASCAR Sprint Cup Saison 2011: Halbzeitbilanz

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Die kurze zweiwöchige Sommerpause im NASCAR Sprint Cup kann man im Grunde als Halbzeit der laufenden Saison 2011 ansehen. Seit Mitte Februar sind die besten Teams und Fahrer auf den diversen Ovalen unterwegs und haben schon so einige spannende Rennen gezeigt. Hier blicken wir nochmal auf die erste Hälfte der NASCAR Sprint Cup Saison 2011 zurück.

Gleich zu Beginn gab es riesen Schlagzeilen. Das „Car of Today“, kurz „COT“ wurde im Winter überarbeitet. So ersetzte man den eher unbeliebten Frontspoiler gegen die alte Frontlippe, wie man sie bereits vom alten Auto kannte. Zu Beginn letzten Jahres wurde bereits der Heckflügel gegen den Heckspoiler ersetzt. Beide Veränderungen kamen bei den Fans mit großer Begeisterung an und die Autos sahen auch wieder wie richtige Stockcars aus.

Einen Nachteil hatten diese ganzen Veränderungen, das Racing auf den Superspeedways in Daytona und Talladega änderte sich vollkommen. Beim „Daytona 500“ gab es einen neuen Cautionrekord und auch im Laufe des Rennens sah man überwiegend diesen „Two Car Tango“. Das alte, übliche Pack-Racing auf den Superspeedways war damit zunichte. Die Fans waren darüber nicht sehr erfreut, dennoch gewöhnte man sich daran und wie das Rennen in Talladega zeigte, haben die Superspeedway Rennen ihren Reiz nicht verloren.

Das „Aaron’s 499“ auf dem Talladega Superspeedway Mitte April war wohl das Rennen der ersten Halbzeit 2011. Jimmie Johnson siegte im engsten Finish aller Zeiten, nachdem ihm Dale Earnhardt Jr. 0,002 Sekunden vor Clint Bowyer über die Ziellinie puschte. Insgesamt waren die ersten sechs Fahrzeuge innerhalb einer Zehntelsekunde. Für mich und ich denke mal auch für Euch das Highlight dieser ersten 19 Saisonrennen.

Ein weiteres Rennen, was sicherlich in Erinnerung bleiben wird, war das „Auto Club 400“ auf dem Auto Club Speedway Ende März. Johnson führte gegen Ende souverän, doch Kevin Harvick, der zu diesem Zeitpunkt immer schneller wurde kam immer näher. In der letzten Runde schob Harvick Johnson in Turn 3 etwas an, die #48 wurde kurz instabil und Harvick konnte vorbeiziehen und das „Auto Club 400“ für sich entscheiden. Solch ein Finale hatte es auf dem eher langweiligen Kurs in Fontana selten gegeben.

Leider gab es aber auch ein paar weniger spannende Sprint Cup Rennen. Spontan fallen mir da die Rennen in Pocono, Michigan und Kentucky ein. Alle Rennen waren von langen Grünphasen geprägt und einem weit auseinandergezogenen Feld. Spannung kam da nicht wirklich auf. Dennoch, von kompletter Langeweile muss man nicht sprechen, jedes Rennen hatte auf seine Art und Weiße Spannung und gegen Ende ging es immer Heiß her.

Zu den Fahrern selbst. Da gab es einige erfreuliche Überraschungen. Trevor Bayne, Regan Smith und David Ragan konnten jeweils ihre ersten Siege im NASCAR Sprint Cup einfahren. Bayne und Ragen fuhren ihre Erfolge jeweils in Daytona auf dem Superspeedway ein. Bayne beim „Grat American Race“, dem „Daytona 500“ und Ragan beim „Coke Zero 400“ Nachtrennen im Juli. Während Regan Smith den Benzinkrimi in Darlington für sich entscheiden konnte. Eine weitere Überraschung ist sicherlich Dale Earnhardt Jr. Seit Juni 2008 wartet er auf einen Sprint Cup Erfolg. Nachdem man im Winter den Crew Chief gewechselt hat, läuft es in dieser ersten Phase der Saison 2011 ganz ordentlich. Leider sprang noch kein Sieg heraus, doch wenn der Aufwärtstrend so weiter geht, wird der auch bald folgen.

Zur Rubrik „Die beste Rivalität“. Diesen Preis würden ganz klar Kyle Busch und Kevin Harvick gewinnen. Kyle und Kevin kamen sich erstmals in Darlington in die Quere. Kevin schob Kyle ein bisschen an, dieser war davon nicht erfreut und drehte Harvick prompt um. Nach dem Rennen wollte Harvick auf Kyle losgehen, dieser blieb aber in seinem Auto sitzen und schob das Fahrerlose Car von Harvick weg. Alles geschah in der Boxengasse und man kann sich glücklich schätzen, dass da nicht mehr passiert ist. NASCAR reagierte sofort und lies beide unter Bewährung fahren. Die Auseinandersetzung der beiden scheint immer noch nicht ganz gegessen zu sein, denn es gibt immer noch wilde Diskussionen zwischen bei den beiden.

Schlussendlich noch kurz zu den Enttäuschungen, wenn man es so hart sagen darf. Ein gewisser Tony Stewart, den man zu den besten Fahrern des Sprint Cup zählen darf, kämpft immer noch um den Einzug in den Chase. Heuer läuft es einfach nicht optimal für Smoke, bis dato steht noch kein Sieg für den zweimaligen Champion zu Buche. Auch ein gewisser Juan Pablo Montoya, der seit 2006 in der NASCAR unterwegs ist und bisher nur zwei Siege auf den Straßenkursen in Sonoma und Watkins Glen einfahren konnte hat enttäuscht. Der Kolumbianer wartet noch immer auf seinen ersten Ovalsieg in der NASCAR und auch im Kampf um den Chase sieht es nach ein paar schlechten Ergebnissen eher mau aus. Eine weitere Enttäuschung ist das Red Bull Racing Team. Bisher steht ein einziger Sprint Cup Sieg von Brian Vickers 2009 im Sommerrennen von Michigan zu Buche. Dieses Jahr erhoffte man sich mit Kasey Kahne einen großen Schritt nach oben, doch zu Siegen reichte es nicht. Red Bull gab nun erst vor wenigen Wochen bekannt, dass man sich wohl zum Ende des Jahres aus dem Sprint Cup zurückziehen wird. Im Grunde eine logische Folgerung, nachdem keine überaus guten Ergebnisse zustande kamen. Im Moment kämpfen noch beide Fahrer um den Chase, ob sie ihn schaffen ist schwer zu beurteilen, aber eher nicht.

 

Ausblick

Für den restlichen Sommer darf man sich auf viele Zweikämpfe und Rechenspiele gefasst machen. Es sind noch sieben Rennen bis zum Chase und ab Indianapolis am 31.07.2011 beginnt die heiße Phase. Mit dem neuen Punktesystem kann dich ein Ausfall so sehr schmerzen, dass du gleich mal fünf Plätze abrutscht. Vorhersagen sind wie immer schwer, aber bei einigen Fahrern zeigt sich ein gewisses Momentum, so dass sie ab Indianapolis nochmal richtig angreifen werden. Langweilig wird es also nie im NASCAR Sprint Cup. Am übernächsten Wochenende geht es dann in Indianapolis weiter!

 

 

Wir würden uns freuen, wenn auch Ihr mitdiskutieren würdet und uns Eure Toprennen / Überraschungen sowie Enttäuschungen in einem Kommentar erzählt.

Euer Stammtisch Team!

 

 

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